Heterogen, digital und mit Blick auf Demokratiebildung – Grundschule 2019

Die Grundschule feiert 2019 ihr 100. Jubiläum – und steht vor neuen Herausforderungen: Heterogenität, Digitalisierung und Demokratiebildung. Die Ausbildungsstätte in Dresden will zukünftige Lehrerinnen und Lehrer jetzt und in Zukunft mit verschiedenen Projekten fit machen.

Die ersten vier Schuljahre legen die Basis für den weiteren Bildungsweg. An der Ausbildungsstätte für das Lehramt an Grundschulen in Dresden lernen in diesem Ausbildungsjahr 297 Referendare, wie sie zum Beispiel Medienkompetenz vermitteln oder den individuellen Voraussetzungen der Kinder beim Lernen gerecht werden – mit digitalen und traditionellen Methoden. Drei Projekte stellen wir vor.

Das Lapbook „Biene“

Mit einem kreativen Falt- bzw. Klappbuch ein Thema näher kennenlernen – das ist das Lapbook. Im Projekt „Biene“ erfahren die Referendarinnen und Referendare, wie viele Informationen auf kleinstem Raum dargestellt werden können. Der Gestaltung sind dabei keine Grenzen gesetzt. Jede Schülerin und jeder Schüler gestaltet sein Buch individuell, zum Beispiel mit Leporelloelementen, Taschen, Klappen, Fächern oder Kreisscheiben, die das Hauptthema näher erläutern. Auf der fachdidaktischen Grundlage des Lehrplans sowie des Perspektivrahmens für den Sachunterricht werden in der Ausbildung Strategien vermittelt, wie die motivierende Methode mit inhaltlichem Leben gefüllt werden kann.

Das Kinderlabor

Mit einem Minicomputer die Programmiersprache erforschen – das lernen Grundschülerinnen und Grundschüler mit dem „Calliope Mini“ im Kinderlabor. Auf spielerische Art lernen Kinder ab der dritten Klasse die Grundlagen der Programmierung und algorithmisches Denken kennen. Verwendung finden auch Hörspiele und Erklärvideos: Die Schülerinnen und Schülern stellen sie selbst her und nutzen sie fürs Lernen. Zusätzlich kommen Apps im pädagogischen Prozess zum Einsatz.

Partizipationswand

Eine spezielle Aktionswand zur Partizipation gibt es seit Anfang Dezember in der Ausbildungsstätte. Zusammen mit Architekt Lars Schlenker konzipiert, soll mithilfe von Heftnotizen eine Vision zur  „Lehrerausbildung der Zukunft“ entstehen. Anschließend steht die Partizipationswand fächer- und schulartübergreifend für die kooperative Nutzung zur Verfügung.

Lynn Winkler, Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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