Staatliche Zuschüsse an freie Schulen steigen weiter

Die staatlichen Zuschüsse an freie Schulträger in Sachsen sind zum neuen Schuljahr 2016/2017 weiter gestiegen. Grund dafür ist vor allem das am 1. August 2015 in Kraft getretene neue Gesetz für Schulen in freier Trägerschaft.

Die Schülerausgabensätze, das sind die Zuschüsse pro Schüler pro Jahr, haben sich für alle allgemeinbildenden und fast alle berufsbildenden freien Schulen erhöht. geld_79241353_XSSo steigen sie an den freien Grundschulen von 3.777,92 Euro auf 3.797,05 pro Schüler pro Jahr. An den freien Oberschulen sind sie von 5.063,43 auf 5.112,53 Euro gestiegen und an den freien Gymnasien von 5.882,22 auf 5.959,19 Euro.  Eine Ausnahme bilden die berufsbildenden Förderschulen. Nach dem Gesetz für Schulen in freier Trägerschaft sinkt hier der bedarfserhöhende Faktor von 1,7 auf 1,5 für das Schuljahr 2016/17.  Das hängt damit zusammen, dass der Faktor an die tatsächliche Situation der öffentlichen berufsbildenden Schulen angepasst wurde. Mehr zur genauen Berechnung der Zuschüsse hier. Die genauen Schülerausgabensätze für jede Schulart sind ebenfalls auf dem Bildungsserver zu finden.

Steigende Ausgaben im Landeshaushalt für freie Schulen

Insgesamt unterstützt der Freistaat die freien Schulträger in diesem Jahr mit 327 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch rund 273 Millionen Euro. Für 2017 sind es voraussichtlich rund 340 Millionen Euro und 2018 werden die Ausgaben bei ca. 351,9 Millionen Euro liegen.

Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der freien Schulen. Im neuen Schuljahr 2016/17 gibt es 408 Schulen in freier Trägerschaft. Im vorherigen Schuljahr waren es noch 392.

Manja Kelch, Pressereferentin und Redakteurin für Social Media in der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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