{"id":966,"date":"2016-01-27T12:54:23","date_gmt":"2016-01-27T11:54:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=966"},"modified":"2017-12-12T09:35:32","modified_gmt":"2017-12-12T08:35:32","slug":"buergerforum-in-pirna-mit-aufruf-an-dresden-sachsens-schulgesetznovelle-stoesst-auf-lebhaftes-interesse-im-schiller-gymnasium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2016\/01\/27\/buergerforum-in-pirna-mit-aufruf-an-dresden-sachsens-schulgesetznovelle-stoesst-auf-lebhaftes-interesse-im-schiller-gymnasium\/","title":{"rendered":"B\u00fcrgerforum in Pirna mit Aufruf an Dresden &#8211; Sachsens Schulgesetznovelle st\u00f6\u00dft auf lebhaftes Interesse im Schiller-Gymnasium"},"content":{"rendered":"<p>Pirna. Was am Montag in Frankenberg begann, setzte sich auch am Dienstag in Pirna fort: Der B\u00fcrgerdialog zur ersten Fassung von Sachsens Schulgesetznovelle st\u00f6\u00dft auf lebhaftes Interesse und m\u00fcndet in ernsthafte, konstruktive Diskussionen: 73 B\u00fcrger \u2013 beruflich als Kultusministerin oder deren Experten, als Schuldirektor, als Lehrer oder Moderator, aber privat meist auch als Eltern in der Pflicht wie K\u00fcr \u2013 diskutierten im Friedrich-Schiller-Gymnasium.<!--more--><\/p>\n<figure id=\"attachment_970\" aria-describedby=\"caption-attachment-970\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Pirna_Buergerdialog-20160126-09_Nicole_Herzog.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-970\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Pirna_Buergerdialog-20160126-09_Nicole_Herzog.jpg\" alt=\"Foto: Nicole Herzog\" width=\"500\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Pirna_Buergerdialog-20160126-09_Nicole_Herzog.jpg 1000w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Pirna_Buergerdialog-20160126-09_Nicole_Herzog-300x219.jpg 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Pirna_Buergerdialog-20160126-09_Nicole_Herzog-94x70.jpg 94w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-970\" class=\"wp-caption-text\">Diskussion zum B\u00fcrgerforum in Pirna &#8211; Foto: Nicole Herzog<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sechs Journalisten und zwei parlamentarische Berater schauten und h\u00f6rten dabei genau zu. Und nat\u00fcrlich auch Schuldirektor Bernd Wenzel, der anfangs Brunhild Kurth, die er aus elf gemeinsamen Arbeitsjahren am Gymnasium kennt, mit dem sorbischen Brauch von Backwaren zur Kindervogelhochzeit begr\u00fc\u00dfte: Sie brauche auch mal \u00bbetwas S\u00fc\u00dfes statt immer nur Saures\u00ab.<\/p>\n<h2>Ambitionierter Zeitplan<\/h2>\n<p>In einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung wies Kultusministerin Brunhild Kurth, die sich mehr als Frau der Praxis denn als Politprofi sehe, noch einmal auf die Bedeutung hin: Es sei an der Zeit, das haltbarste Schulgesetz der Bundesrepublik, welches seit 2004 in Kraft sei, zu \u00fcberarbeiten. Aber gleichzeitig ist dies das gr\u00f6\u00dfte s\u00e4chsische Gesetzesvorhaben dieser Legislaturperiode \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Kurth, die von 2007 bis zu ihrer Berufung als Staatsministerin selbst f\u00fcnf Jahre lang als Direktorin der S\u00e4chsischen Bildungsagentur die Ressourcenprobleme leibhaftig erfuhr, machte auch klar: Der Kernpunkt sei die Inklusion \u2013 da h\u00e4tte Sachsen einerseits keine Wahl und in der rechtlichen Hausaufgaben zu machen. Der gesetzliche Zeitrahmen zur Anh\u00f6rung der ersten Fassung gehe noch bis zum 7. M\u00e4rz, ihr sportliches Ziel des Inkrafttretens sei der 1. August 2017.<\/p>\n<h2>Berufsschulnetz sachsenweit planen?<\/h2>\n<p>Anders als tags zuvor in Frankenberg blieben die vier Diskussionsrunden im Saal, was akustisch manchmal problematisch war. Die Verteilung auf die Problemfelder blieb hingegen fast identisch, nur der Punkt \u00bbSchulen im l\u00e4ndlichen Raum\u00ab war in Pirna begehrter. Und hier hatte auch Thomas Rechentin, im Kultusministerium Abteilungsleiter f\u00fcr Lehrer und Ressourcen, viel zu erkl\u00e4ren. Denn seitens der Handwerkschaft kam der Einwurf, dass man die Planung der Berufsschulangebote keinesfalls den rein politisch denkenden Planungsverb\u00e4nden \u00fcberlassen d\u00fcrfe: Denn die Stadt Dresden habe sich in den letzten Jahren gegen\u00fcber den umliegenden St\u00e4dten, die alle selbst tolle Berufsschulzentren h\u00e4tten, immer wieder recht unsolidarisch gezeigt. Das solle doch besser das Ministerium planen. Rechentin verwies auf den Fall Seifhennersdorf, wo der Freistaat vorm Bundesverfassungsgericht in Sachen Schulnetzplan verlor, verwies aber darauf, dass sich im Planungsverband k\u00fcnftig Dresden mit drei anderen arrangieren m\u00fcsse \u2013 das sei ein Vorteil gegen\u00fcber jetzt.<\/p>\n<h2>Inklusionsskepsis und Sehnsucht nach Bildungskanon<\/h2>\n<p>Am meisten bewegt aber wieder der Punkt Inklusion: Hier stellte der Moderator \u00bb90 bis 95 Prozent\u00ab Skepsis bei den fast zwanzig Diskutanten fest, ob denn die k\u00fcnftige Wahloption funktioniere k\u00f6nne. Ein F\u00f6rderschullehrer erkl\u00e4rte, dass \u00fcber vier F\u00fcnftel seiner Eltern sehr zufrieden mit dem jetzigen System seien \u2013 und er bef\u00fcrchtet eine rasche Erosion der F\u00f6rderschulen, vor allem bei Abzug der Fachkr\u00e4fte. Au\u00dferdem, so Konsens in der Runde, m\u00fcsse die Ausbildung von Inklusionsassistenten schnell forciert und vor allem in staatliche H\u00e4nde gelegt werden. Auch eine Sch\u00fclerin beteiligte sich am Dialog und forderte in der Runde \u00bbAusstattung von Schulen\u00ab generell eine bundesweite Diskussion des Zieles von Schulbildung: Ihr fehlt eine Art fixer Bildungskanon im f\u00f6deralen Geflecht.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Termine des erstmalig praktizierten B\u00fcrgerforums mit insgesamt neun derartigen Veranstaltungen sind am 27. Januar in Mei\u00dfen (18 Uhr, Franziskaneum), am 1. Februar in Bautzen (18 Uhr, Schiller-Gymnasium) und am 22. Februar in Zwickau (18 Uhr, K\u00e4the-Kollwitz-Gymnasium) sowie am 1. M\u00e4rz in Chemnitz (18 Uhr, BSZ Wirtschaft I). Die Veranstaltung in Leipzig am 29. Februar 2016 ist bereits ausgebucht. Um eine Anmeldung wird aus Planungsgr\u00fcnden gebeten. Eine weitere Beteiligungsoption bietet das Ministerium aber auch im Netz an.<\/p>\n<p>\u00bb <a href=\"http:\/\/www.schulgesetz.sachsen.de\" target=\"_blank\">Gesetzesentwurf plus Synopse zum Vergleich<\/a><\/p>\n<p>\u00bb <a href=\"http:\/\/www.schule.sachsen.de\/20837.htm\" target=\"_blank\">Dialogtermine und B\u00fcrgerbeteiligung<\/a><\/p>\n<p>\u00bb <a href=\"http:\/\/www.schule.sachsen.de\/20997.htm\" target=\"_blank\">Fotogalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pirna. 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