{"id":7185,"date":"2019-09-04T14:43:28","date_gmt":"2019-09-04T12:43:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=7185"},"modified":"2019-09-04T14:45:25","modified_gmt":"2019-09-04T12:45:25","slug":"maschinenbauverband-sachsen-punktet-bei-technikausbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2019\/09\/04\/maschinenbauverband-sachsen-punktet-bei-technikausbildung\/","title":{"rendered":"Maschinenbauverband: Sachsen punktet bei Technikausbildung"},"content":{"rendered":"<p>Informatik und Technik\/Computer als Pflichtf\u00e4cher an Oberschule und Gymnasium: Damit punktet Sachsen im bundesweiten L\u00e4ndervergleich der schulischen Technikbildung. Doch es gibt auch Schwachstellen. Dies zeigt eine Lehrplananalyse des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Im Ranking der Bundesl\u00e4nder belegt Sachsen Rang 5.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Technikwissen sei heute ein fundamentaler Bestandteil der Allgemeinbildung, so der VDMA. Doch eine umfangreiche Analyse der Lehrpl\u00e4ne an allgemeinbildenden Schulen, die der VDMA in allen Bundesl\u00e4ndern durchgef\u00fchrt hat, zeige: Die \u00fcberwiegende Mehrheit der jungen Leute k\u00f6nne die Schule abschlie\u00dfen, ohne je mit ausgewiesener Technikbildung in Ber\u00fchrung zu kommen.<\/p>\n<p>\u00bbW\u00e4hrend der Busfahrt mit Freunden per Smartphone chatten, zu Hause ein K\u00fchlschrank-frisches Getr\u00e4nk genie\u00dfen oder nach der Schule das Mittagessen in der Mikrowelle aufw\u00e4rmen: All das ist f\u00fcr viele Jugendliche selbstverst\u00e4ndlich. Wie aber die Technik funktioniert, wissen immer weniger junge Leute\u00ab, sagt Reinhard P\u00e4tz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des VDMA-Landesverbandes Ost.<\/p>\n<p>Da k\u00fcnftige technische Innovationen ausbildungsf\u00e4hige Nachwuchskr\u00e4fte erfordern, hat der VDMA den Stellenwert der schulischen Technikbildung an allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufen 1 und 2 in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern untersucht. Als Grundlage dienten die Lehrpl\u00e4ne (Stand 31. Mai 2018).<\/p>\n<h2>St\u00e4rken und Schw\u00e4chen f\u00fcr Sachsen<\/h2>\n<p>Danach erreicht Sachsen im L\u00e4ndervergleich mit 76.8 von 100 Punkten den f\u00fcnften Platz \u2013Spitzenreiter ist Baden-W\u00fcrttemberg (87.9) vor Sachsen-Anhalt (86.5) und Th\u00fcringen (80.7). Der Mittelwert betr\u00e4gt 73.6 Punkte.<\/p>\n<p>Laut VDMA f\u00fcr Sachsen besonders positiv: Informatik ist an Oberschulen und Gymnasien ein Pflichtfach. Das gebe es nur in drei weiteren Bundesl\u00e4ndern. Auf dem Stundenplan aller s\u00e4chsischen Sch\u00fcler \u2013 unabh\u00e4ngig von der Schulform \u2013 steht zudem das technikorientierte Fach \u00bbTechnik\/Computer\u00ab. Obersch\u00fcler werden ebenso verpflichtend in \u00bbWirtschaft \u2013 Technik \u2013 Haushalt\/Soziales\u00ab unterrichtet. Im Realschulzweig k\u00f6nnen sich Jugendliche dar\u00fcber hinaus f\u00fcr den \u00bbVertiefungskurs Technik\u00ab entscheiden. Au\u00dfergew\u00f6hnlich sei auch das Wahlpflichtfach \u00bbBiotechnologie\/Bionik\u00ab in der gymnasialen Oberstufe.<\/p>\n<p>Auf dem Lehrplan der gymnasialen Oberstufe insgesamt finden sich jedoch weniger Technikinhalte. Eine weitere Schwachstelle sei, dass weder Gymnasiasten noch Hauptsch\u00fclern ein eigenst\u00e4ndiges Fach Technik angeboten wird.<\/p>\n<h2>Gute Praxisanwendung von Technikinhalten<\/h2>\n<p>Gut positioniert in Sachsen sei hingegen die Praxis- und Berufsorientierung. In den Lehrpl\u00e4nen sind unter anderem Pflichtpraktika und weitere berufsorientierte Ma\u00dfnahmen verankert.<\/p>\n<p>Nachholbedarf sieht der VDMA noch in der f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit. Vor allem in Mathematik lie\u00dfen sich mehr technische Fragestellungen aufgreifen. Sch\u00fcler k\u00f6nnten so besser den Bezug zum Alltag und der beruflichen Praxis herstellen. Das wiederum f\u00f6rdere das generelle Verst\u00e4ndnis naturwissenschaftlich-technischer Zusammenh\u00e4nge und erh\u00f6he die Motivation, sich weiter mit technischen Themen zu befassen.<\/p>\n<p>Au\u00dfer Acht gelassen haben die Autoren der Studie, dass bundesweit nur im Freistaat Sachsen das Absolvieren einer schriftlichen Pr\u00fcfung in Biologie, Chemie oder Physik Voraussetzung ist, um den Realschulabschluss zu erwerben. Diese Forderung hat sehr grundlegende Auswirkungen auf den Unterricht, weil dadurch experimentelles Denken und Handeln einen gro\u00dfen Stellenwert bekommen und entsprechende Kompetenzen fr\u00fchzeitig entwickelt werden.<\/p>\n<p>Im VDMA sind rund 3.200 vorrangig mittelst\u00e4ndische Unternehmen organisiert. Der VDMA vertritt die gemeinsamen wirtschaftlichen, technischen und bildungspolitischen Interessen des Maschinen- und Anlagenbaus und versteht sich als eine nationale und internationale Plattform f\u00fcr seine Mitgliedsunternehmen. Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit \u00fcber 1,3 Millionen Besch\u00e4ftigten der gr\u00f6\u00dfte industrielle Arbeitgeber Deutschlands. Der VDMA setzt sich daher f\u00fcr ein eigenes Fach Technik und generell mehr Technik in den Curricula allgemeinbildender Schulen ein.<\/p>\n<p>Mehr Informationen zur Lehrplananalyse gibt es <a href=\"https:\/\/bildung.vdma.org\/technikunterricht\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Informatik und Technik\/Computer als Pflichtf\u00e4cher an Oberschule und Gymnasium: Damit punktet Sachsen im bundesweiten L\u00e4ndervergleich der schulischen Technikbildung. Doch es gibt auch Schwachstellen. Dies zeigt eine Lehrplananalyse des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). 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