{"id":7131,"date":"2019-08-22T11:40:54","date_gmt":"2019-08-22T09:40:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=7131"},"modified":"2019-10-11T09:06:58","modified_gmt":"2019-10-11T07:06:58","slug":"foerderschulen-bleiben-unverzichtbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2019\/08\/22\/foerderschulen-bleiben-unverzichtbar\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschulen bleiben unverzichtbar"},"content":{"rendered":"<p>Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat sich deutlich zu den F\u00f6rderschulen bekannt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u00bbAls Kompetenzzentren sind F\u00f6rderschulen nicht nur f\u00fcr F\u00f6rdersch\u00fcler, sondern auch f\u00fcr die sonderp\u00e4dagogische Begleitung und Beratung von inklusiv unterrichteten Sch\u00fclern an Regelschulen sowie f\u00fcr die sonderp\u00e4dagogische Diagnostik unverzichtbar. Es war im \u00dcbrigen nie Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention, das in Deutschland hochentwickelte F\u00f6rderschulsystem aufzul\u00f6sen, wie es einige Bundesl\u00e4nder getan haben. Sachsen tut gut daran, die bew\u00e4hrten F\u00f6rderschulen als Orte ausgewiesener sonderp\u00e4dagogischer Kompetenz zu st\u00e4rken, weil Sch\u00fcler und Eltern darauf ein Recht haben\u00ab, so Kultusminister Christian Piwarz.<\/p>\n<p>Wer Inklusion meint, muss auch F\u00f6rderschulen sagen: Mit einer Imagekampagne und berufsbegleitenden Qualifizierungsma\u00dfnahmen will Sachsen einerseits die F\u00f6rderschulen und andererseits die Inklusion an Regelschulen st\u00e4rken. So werden neben berufsbegleitenden Weiterbildungen f\u00fcr die F\u00f6rderschwerpunkte \u00bbSehen\u00ab und \u00bbH\u00f6ren\u00ab ab dem kommenden Wintersemester auch entsprechende Weiterbildungsg\u00e4nge f\u00fcr die F\u00f6rderschwerpunkte Lernen, emotional-soziale Entwicklung, geistige Entwicklung und Sprache beginnen. \u00bbDas ist wichtig, weil wir allein \u00fcber die Absolventen des grundst\u00e4ndigen Studiums der Sonderp\u00e4dagogik in Leipzig die regionalen Bedarfe nicht abdecken k\u00f6nnen\u00ab, so Kultusminister Christian Piwarz.<\/p>\n<p>Aber auch p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4ften an Schulen im F\u00f6rderschwerpunkt geistige Entwicklung soll die M\u00f6glichkeit angeboten werden, sich zu Fachlehrerinnen und -lehrern zu qualifizieren. Dazu startet mit diesem Schuljahr 2019\/2020 eine auf 12 Monate angelegte berufsbegleitende Qualifizierung, an der 25 p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte teilnehmen werden. \u00bbIch gehe davon aus, dass dieses Angebot zur Qualifizierung, das nach einem erfolgreichen Abschluss nicht nur einen eigenst\u00e4ndigen Einsatz als Lehrer erm\u00f6glicht, sondern auch mit einer H\u00f6hergruppierung verbunden ist, Bestand haben wird. Unser Ziel ist, solche Kurse auch in den darauffolgenden Jahren anzubieten\u00ab, so Piwarz.<\/p>\n<p>Neu ist auch, dass es an den gut 60 Schulen mit dem F\u00f6rderschwerpunkt Lernen k\u00fcnftig mindestens eine Assistenzkraft geben soll: entweder einen Inklusionsassistenten oder einen Assistenten aus dem Programm Schulassistenz. Diese systematische Ausstattung der Schulen ist geboten, weil in diesen Schulen zunehmend Sch\u00fcler mit komplexen Problemlagen und Verhaltensauff\u00e4lligkeiten unterrichtet werden.<\/p>\n<p>Um in den n\u00e4chsten Jahren parallel die Inklusion an Regelschulen zu st\u00e4rken, werden insgesamt 63 Kooperationsverb\u00fcnde in allen Regionen etabliert. Die ersten zehn Verb\u00fcnde werden bis zum Ende des Kalenderjahres ihre Arbeit aufnehmen. Ziel der Kooperationsverb\u00fcnde ist es, die sonderp\u00e4dagogische F\u00f6rderung und den inklusiven Unterricht an Regelschulen mit zumutbaren Schulwegen zu sichern.<\/p>\n<p>Alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in \u00f6ffentlicher Tr\u00e4gerschaft sollen sich zu Kooperationsverb\u00fcnden zusammenschlie\u00dfen. Perspektivisch werden auch Kitas einbezogen. Schulen in freier Tr\u00e4gerschaft k\u00f6nnen sich ebenfalls daran beteiligen. Partner sind dabei nicht nur die Schulen, sondern auch Schultr\u00e4ger sowie die Tr\u00e4ger der Jugend- und Sozialhilfe und der Sch\u00fclerbef\u00f6rderung. Durch die Zusammenarbeit sollen die \u00dcberg\u00e4nge in der Bildungslaufbahn von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit sonderp\u00e4dagogischen F\u00f6rderbedarf erleichtert werden.<\/p>\n<p>In Sachsen gab es im Schuljahr 2018\/2019 an den 155 \u00f6ffentlichen und freien F\u00f6rderschulen rund 29.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Behinderung beziehungsweise sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf. Davon besuchten etwa 19.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler F\u00f6rderschulen, weitere 10.000 wurden an Regelschulen inklusiv unterrichtet. Der Anteil der Sch\u00fcler mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf, die inklusiv an Regelschulen unterrichtet werden, betr\u00e4gt somit im Durchschnitt knapp 35 Prozent. In einigen F\u00f6rderschwerpunkten (k\u00f6rperliche und motorische Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache) sind es deutlich mehr. So werden drei Viertel (75,0 %) der Sch\u00fcler im F\u00f6rderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung in Sachsen inklusiv unterrichtet. Im Bundesdurchschnitt ist dies nur die H\u00e4lfte der Sch\u00fcler (54,5 %). In allen F\u00f6rderschwerpunkten liegt die Anzahl der inklusiv unterrichteten Sch\u00fcler \u00fcber dem Bundesdurchschnitt. Eine Ausnahme bildet die lernzieldifferente Unterrichtung in den F\u00f6rderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung. Dort sind die Bundeszahlen wesentlich h\u00f6her (Lernen: Sachsen 6,7 %, Bund\u00a0 50,8 % Geistige Entwicklung: Sachsen 3,4%, Bund: 12,8%). Die inklusive Unterrichtung kann dort gut gelingen. Jedoch hat der Schulversuch ERINA auch gezeigt, dass hier besondere Bedingungen notwendig sind und die Gefahr der Vereinzelung besteht durch die fehlende Peer Group.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat sich deutlich zu den F\u00f6rderschulen bekannt.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":7139,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,147],"tags":[282,58,315,400,62,401],"class_list":["post-7131","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildungspolitik","category-inklusion","tag-foerderschule","tag-inklusion","tag-kampagne","tag-kompetenzzentren","tag-schule","tag-sonderpaedagogik"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7131"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7137,"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7131\/revisions\/7137"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7139"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}