{"id":6419,"date":"2019-01-15T15:00:15","date_gmt":"2019-01-15T14:00:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=6419"},"modified":"2019-01-22T17:01:37","modified_gmt":"2019-01-22T16:01:37","slug":"sachsen-lockt-referendare-mit-1000-euro-zulage-aufs-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2019\/01\/15\/sachsen-lockt-referendare-mit-1000-euro-zulage-aufs-land\/","title":{"rendered":"Sachsen lockt Referendare mit 1000 Euro Zulage aufs Land"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sachsen will Referendare mit einer Gehaltszulage von rund 1000\nEuro dazu bewegen, ihren Vorbereitungsdienst an Schulen im l\u00e4ndlichen Raum zu\nabsolvieren. Der Anw\u00e4rtersonderzuschlag wird Studienreferendaren aller\nSchularten gew\u00e4hrt. Dar\u00fcber hinaus st\u00e4rkt Sachsen die Lehrerausbildung im\nl\u00e4ndlichen Raum und schafft in Annaberg-Buchholz und L\u00f6bau je eine zus\u00e4tzliche\nAusbildungsst\u00e4tte f\u00fcr Studienreferendare im Grundschullehramt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbMit diesen beiden Ma\u00dfnahmen soll es uns besser als bisher gelingen, Lehrernachwuchs an Bedarfsregionen zu binden. Wer den Anw\u00e4rtersonderzuschlag bekommt, geh\u00f6rt zu den bestbezahlten Referendaren in ganz Deutschland\u00ab, so Sachsens Kultusminister Christian Piwarz am Dienstag, 15. Januar, in Dresden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Anw\u00e4rtersonderzuschlag wird erstmalig ab dem 1. August 2019 angeboten. Studienreferendare, die zu diesem Zeitpunkt den Vorbereitungsdienst beginnen, k\u00f6nnen neben dem monatlichen Grundgehalt von etwa 1500 Euro brutto einen monatlichen Zuschlag in H\u00f6he von rund 1000 Euro brutto f\u00fcr die Dauer des Vorbereitungsdienstes erhalten. Der Zuschlag ist allerdings an zwei Bedingungen gekn\u00fcpft. Zum einen m\u00fcssen sich die Referendare verpflichten, nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung f\u00fcr f\u00fcnf Jahre an einer \u00f6ffentlichen oder freien Schule im l\u00e4ndlichen Raum in Sachsen t\u00e4tig zu sein. Dazu erhalten die Referendare nach Bestehen des Zweiten Staatsexamens vom Landesamt f\u00fcr Schule und Bildung ein Einstellungsangebot mit m\u00f6glichen Einsatzschulen. Zum anderen muss der Vorbereitungsdienst an einer Schule in einer <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Karte.jpg\">Bedarfsregion<\/a>* absolviert werden. Als Bedarfsregionen gelten alle Regionen in Sachsen au\u00dferhalb der Ballungszentren Leipzig und Dresden. In diesen Regionen gibt es einen erheblichen Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern, der aktuell nicht mit grundst\u00e4ndig ausgebildeten Lehrkr\u00e4ften gedeckt werden kann. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Referendare, die bereits&nbsp;\nden Vorbereitungsdienst zum 1. Februar 2019 antreten, k\u00f6nnen ab dem 1.\nAugust 2019 in den Genuss des monatlichen Anw\u00e4rtersonderzuschlages kommen. F\u00fcr\ndiese Gruppe gibt es jedoch zwei Optionen. Wer den Zuschlag r\u00fcckwirkend gezahlt\nbekommen m\u00f6chte, muss sich ebenso verpflichten, nach erfolgreicher Ausbildung\nf\u00fcr f\u00fcnf Jahre an einer Schule in einer Bedarfsregion t\u00e4tig zu sein. Wer den\nZuschlag lediglich f\u00fcr 12 Monate gezahlt bekommen m\u00f6chte, muss sich f\u00fcr drei\nJahre und vier Monate f\u00fcr eine T\u00e4tigkeit in einer Bedarfsregion entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Referendaren, die bereits seit dem 1. August 2018 im\nVorbereitungsdienst sind, werden auch zwei Optionen angeboten. Ihnen wird die\nM\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, den Anw\u00e4rtersonderzuschlag r\u00fcckwirkend ab dem 1. Februar\n2019 noch f\u00fcr 12 Monate zu beziehen. Im Gegenzug m\u00fcssen sie sich anschlie\u00dfend\nverpflichten, als Lehrkraft f\u00fcr drei Jahre und vier Monate in einer\nBedarfsregion t\u00e4tig zu sein. Wer jedoch den Zuschlag ab dem 1. August 2019\nlediglich f\u00fcr sechs Monate&nbsp; beziehen\nm\u00f6chte, f\u00fcr den verk\u00fcrzt sich die verpflichtende T\u00e4tigkeit in einer\nBedarfsregion auf 20 Monate. Als Besonderheit ist aber f\u00fcr beide Optionen zu\nbeachten, dass der gegenw\u00e4rtige Zuschlag von 390 \u20ac, den diese Referendare\nbereits erhalten, verrechnet werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift zur Gew\u00e4hrung des Anw\u00e4rtersonderzuschlages ist in Vorbereitung. Dazu wird es auch eine Anh\u00f6rung geben. \u00c4nderungen im Ergebnis der Anh\u00f6rung sind m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Kultusministerium wird bez\u00fcglich der Regelungen zum Anw\u00e4rtersonderzuschlag nach einem Jahr pr\u00fcfen, ob die gew\u00fcnschte Lenkungswirkung eintritt. Die Regelungen k\u00f6nnten dann eventuell angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um mehr Lehrerinnen und Lehrer f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum zu\ngewinnen, werden f\u00fcr das Lehramt an Grundschulen auch zwei neue\nLehrerausbildungsst\u00e4tten eingerichtet. So wird im osts\u00e4chsischen L\u00f6bau eine\nehemalige Lehrerausbildungsst\u00e4tte wieder ins Leben gerufen. Dort bestand\nbereits in den 90er Jahren ein Lehrerbildungsseminar. In Westsachsen wird eine\nneue Ausbildungsst\u00e4tte in Annaberg-Buchholz entstehen. Daf\u00fcr wird ein seit\nmehreren Jahren fast leerstehendes Geb\u00e4ude des Beruflichen Schulzentrums Annaberg\nert\u00fcchtigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00e4here Informationen zu den bisherigen Lehrerausbildungsst\u00e4tten an den Universit\u00e4tsstandorten gibt es <a href=\"http:\/\/\ufeffhttps:\/\/www.lehrerbildung.sachsen.de\/14776.htm\">hier<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*Gemeinden, f\u00fcr die\nder Zuschlag <strong>nicht<\/strong> gew\u00e4hrt wird:<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>   Standort Dresden   <\/td><td>  Standort Leipzig   <\/td><td>   Standort Bautzen   <\/td><\/tr><tr><td>\n  Bannewitz\n  <\/td><td>\n  Belgershain\n  <\/td><td>\n  Ottendorf-Okrilla\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Coswig\n  <\/td><td>\n  Bennewitz\n  <\/td><td>\n  Radeberg\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Wilsdruff\n  <\/td><td>\n  B\u00f6hlen\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Dohna\n  <\/td><td>\n  Borsdorf\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Dresden\n  <\/td><td>\n  Brandis\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Freital\n  <\/td><td>\n  Gro\u00dfp\u00f6sna\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Heidenau\n  <\/td><td>\n  Leipzig\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Kreischa\n  <\/td><td>\n  Machern\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Mei\u00dfen\n  <\/td><td>\n  Markranst\u00e4dt\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Moritzburg\n  <\/td><td>\n  Markkleeberg\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Pirna\n  <\/td><td>\n  Naunhof\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Rabenau\n  <\/td><td>\n  Parthenstein\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Radebeul\n  <\/td><td>\n  Schkeuditz\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Radeburg\n  <\/td><td>\n  Taucha\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><tr><td>\n  Tharandt\n  <\/td><td>\n  Zwenkau\n  <\/td><td>\n  &nbsp;\n  <\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sachsen will Referendare mit einer Gehaltszulage von rund 1000 Euro dazu bewegen, ihren Vorbereitungsdienst an Schulen im l\u00e4ndlichen Raum zu absolvieren. 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