{"id":5624,"date":"2018-07-31T12:20:02","date_gmt":"2018-07-31T10:20:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=5624"},"modified":"2018-08-15T16:15:48","modified_gmt":"2018-08-15T14:15:48","slug":"ist-ein-handyverbot-an-schulen-noch-zeitgemaess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2018\/07\/31\/ist-ein-handyverbot-an-schulen-noch-zeitgemaess\/","title":{"rendered":"Ist ein Handyverbot an Schulen noch zeitgem\u00e4\u00df?"},"content":{"rendered":"<p>Das franz\u00f6sische Parlament hat ein gesetzliches Handyverbot an Frankreichs Schulen beschlossen. Kultusminister Christian Piwarz spricht sich gegen zentralistische Vorgaben,\u00a0aber f\u00fcr klare Regeln\u00a0zur Handynutzung an Schulen aus.<!--more--> Es klingelt, vibriert und piept an allen Ecken \u2013 in der Bahn, beim Essen und auch in der Schule. Smartphones sind st\u00e4ndige kleine Helfer und das mobile Tor zur Welt geworden, die oftmals gleichzeitig Distanz zur nahen Umgebung schaffen. Handyfreien Raum gibt es kaum noch \u2013 sollte Schule (deswegen) einer werden? Das Internet in der Hosentasche hat unser Zusammenleben zweifelsohne ver\u00e4ndert. Auch die Vermittlung und das Abrufen von Wissen sind andere geworden. Wer schl\u00e4gt schon sp\u00e4ter in einem Lexikon nach, wenn man sich im Bus fragt, wie eigentlich die Eisblumen auf der Fensterscheibe entstehen? Und wer bem\u00fcht schon ein Buch, wenn sich auf dem R\u00fcckweg vom Caf\u00e9 die marternde Frage stellt, was es eigentlich mit dem L\u00f6chern im Hefekuchen auf sich hatte? Die sofort verf\u00fcgbaren Antworten sind Teil der Gesellschaft geworden.<\/p>\n<h2>Smartphones k\u00f6nnen sinnvoll sein f\u00fcrs Lernen<\/h2>\n<p>Als Mobiltelefone zum Lernen noch ungeeignet waren, entstand der Begriff \u00bbHandyverbot\u00ab. Heute impliziert das Wort eine Verteufelung per se oder zumindest eine gro\u00dfe Gefahr, die der Realit\u00e4t nicht mehr gerecht wird. Smartphones k\u00f6nnen sinnvolle Funktionen im Lernprozess einnehmen, wenngleich mit deutlichen Grenzen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5718\" aria-describedby=\"caption-attachment-5718\" style=\"width: 469px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5718\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Fotolia_122067444_S.jpg\" alt=\"\" width=\"469\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Fotolia_122067444_S.jpg 848w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Fotolia_122067444_S-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Fotolia_122067444_S-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 469px) 100vw, 469px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5718\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Fotolia<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine p\u00e4dagogisch wertvolle und geregelte Nutzung auszugestalten, ist anspruchsvoll. In vielen F\u00e4chern wurden jedoch bereits ansprechende Anwendungen erprobt und zur Verf\u00fcgung gestellt. Dennoch beruht die schulische Verwendung von privaten Smartphones auf der Freiwilligkeit der Sch\u00fcler, wie \u00fcberhaupt auf dem Besitz eines Ger\u00e4tes, einem hinreichenden Datenvolumen oder Schul-WLAN. Dar\u00fcber hinaus spielen Aspekte des Datenschutzes und der IT-Sicherheit eine wichtige Rolle. Die Beantwortung all dieser Fragen ist Ziel der Medienkonzeption des Kultusministeriums \u2013 jedoch nicht die Nutzungsregelung von Smartphones an Schulen generell.<\/p>\n<h2>Schulkonferenz sollte Regeln festlegen<\/h2>\n<p>\u00bbDie Schulkonferenz sollte gemeinsam die p\u00e4dagogischen Aspekte der Nutzung sowie den r\u00e4umlichen und zeitlichen Verzicht auf Handys klar bestimmen. Im Essensraum und in der Fr\u00fchst\u00fcckspause etwa sollten sie in der Tasche bleiben. Im Unterricht k\u00f6nnte beispielsweise das Benutzen der Smartphones durch die Lehrkraft f\u00fcr bestimmte Zwecke freigegeben werden, w\u00e4hrend sie in der Regel tabu sind\u00ab, empfiehlt Kultusminister Christian Piwarz.<\/p>\n<p>Schwer durchsetzbar und realit\u00e4tsfern erscheint etwa ein Handyverbot auf dem Pausenhof. Zwar sollte der Schulhof Alternativen f\u00fcr die k\u00f6rperliche Besch\u00e4ftigung bereithalten, aber insbesondere an weiterf\u00fchrenden Schulen besitzen fast alle Sch\u00fcler ein Smartphone und f\u00fchlen sich eng mit dem Ger\u00e4t verbunden: als Kommunikationsmittel, als Spielzeug, als Nachrichtenquelle. Smartphones geh\u00f6ren heute zu jungen Menschen, wie zu anderen Zeiten Gameboy, Tamagotchi, Jo-Jo oder H\u00fcpfgummi.<\/p>\n<h2>Handyknigge f\u00fcr Schulen macht Sinn<\/h2>\n<p>\u00bbDie Schule als zentraler Lebensbestandteil junger Menschen kann sich der Entwicklung nicht verschlie\u00dfen. Vielmehr muss sie Nutzungsregeln finden, Chancen p\u00e4dagogisch aufgreifen, Risiken aufzeigen und Sch\u00fcler fit f\u00fcr den kompetenten Umgang machen. Das geht nur in der Auseinandersetzung mit dem Medium. Das bedeutet aber auch, konzentriertes Arbeiten ohne Handy und bewusstes Abschalten zu lernen. Letztlich ist eine Art gemeinsam erarbeiteter Handyknigge ein guter Weg, der die schulischen Gegebenheiten vor Ort einbezieht, wie zum Beispiel p\u00e4dagogische Konzepte, Selbstlernzeiten, die Raum- und IT-Infrastruktur\u00ab, fasst Staatsminister Piwarz zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das franz\u00f6sische Parlament hat ein gesetzliches Handyverbot an Frankreichs Schulen beschlossen. 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