{"id":4935,"date":"2017-09-11T15:13:46","date_gmt":"2017-09-11T13:13:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=4935"},"modified":"2017-09-29T13:07:32","modified_gmt":"2017-09-29T11:07:32","slug":"dubas-und-fos-berufliche-doppelqualifikation-wird-erweitert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2017\/09\/11\/dubas-und-fos-berufliche-doppelqualifikation-wird-erweitert\/","title":{"rendered":"DuBAS und FOS+: Berufliche Doppelqualifikation wird erweitert"},"content":{"rendered":"<p>Die Verkn\u00fcpfung von dualer Ausbildung mit dem Erwerb der (Fach-) Hochschulreife ist f\u00fcr Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen eine wertvolle Alternative nach dem Schulabschluss. F\u00fcr s\u00e4chsische Unternehmen birgt sie eine Chance im Wettlauf um Fachkr\u00e4fte. W\u00e4hrend die duale Ausbildung mit Abitur (DuBAS) im kommenden Jahr bereits zur Regelausbildung wird, startete im Schuljahr 2017\/18 das neue Modell einer Kombination von beruflicher Ausbildung und Fachhochschulreife (FOS+).<!--more--><\/p>\n<p>FOS+ richtet sich vor allem an leistungsstarke Obersch\u00fcler, die nach dem Schulabschluss noch unsicher in der Berufswahl sind oder einen h\u00f6heren Bildungsabschluss erreichen wollen.<\/p>\n<p>Der doppelqualifizierende Bildungsgang FOS+ unterscheidet sich zun\u00e4chst nur durch einen h\u00f6heren Praxisanteil und damit geringf\u00fcgig vom Besuch einer Fachoberschule (FOS). Daher k\u00f6nnen FOS+-Sch\u00fcler in die regul\u00e4ren FOS-Klassen integriert werden. Ihre Ausbildung wird allerdings erg\u00e4nzt durch E-Learning-Elemente. Das Potenzial der 800 Praxisstunden, die in der 11. Klasse belegt werden, soll zur Berufsorientierung vor allem in Handwerksbetrieben genutzt werden. Nach zwei Jahren erwerben die Sch\u00fcler die Fachhochschulreife.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4937\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aufbau-FOS1.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"485\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aufbau-FOS1.png 1024w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aufbau-FOS1-300x182.png 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aufbau-FOS1-768x466.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend beginnen die Sch\u00fcler nahtlos die verk\u00fcrzte duale Ausbildung in ihrem Praktikumsbetrieb. Aufgrund des hohen Praxisbezuges in den ersten beiden FOS+-Schuljahren k\u00f6nnen&nbsp;sie direkt im zweiten Lehrjahr einsteigen. Nach zwei Lehrjahren schlie\u00dfen die Auszubildenden mit einem Gesellenbrief doppelqualifiziert ab.<\/p>\n<h3>Breite berufliche Optionen durch FOS+<\/h3>\n<p>Angeboten wird das Modell derzeit am Beruflichen Schulzentrum f\u00fcr Technik \u00bbAugust Horch\u00ab in Zwickau. Grunds\u00e4tzlich gibt es f\u00fcr FOS+ keine Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die duale Ausbildung. Infrage kommen vorwiegend Handwerksberufe wie etwa<\/p>\n<ul>\n<li>Augenoptiker\/in,<\/li>\n<li>Automobilkaufmann\/-frau,<\/li>\n<li>Elektroniker\/in f\u00fcr Maschinen- und Antriebstechnik,<\/li>\n<li>Bodenleger\/in,<\/li>\n<li>Fliesenleger\/in,<\/li>\n<li>Kfz-Mechatroniker\/-in<\/li>\n<li>Maler\/in und Lackierer\/in,<\/li>\n<li>Parkettleger\/in,<\/li>\n<li>Tischler\/in und<\/li>\n<li>Musikinstrumentenbauer\/in.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Modell der FOS+ ist gemeinsam mit den s\u00e4chsischen Handwerkskammern entwickelt worden und wird die Attraktivit\u00e4t der Ausbildung im Handwerk erh\u00f6hen. Zudem wollen immer mehr junge Menschen einen h\u00f6chst m\u00f6glichen Bildungsabschluss erreichen. Diesem Trend wird FOS+ gerecht. Durch die inhaltlich-fachlichen Schnittmengen von Fachoberschule und Berufsausbildung k\u00f6nnen die Absolventen ein Jahr einsparen.<\/p>\n<p>Mit Abschluss der FOS+ haben die jungen Erwachsenen breite berufliche Optionen und erhalten die Studienberechtigung an Fachhochschulen. Das Modell soll insbesondere Sch\u00fcler an die Unternehmensf\u00fchrung und -nachfolge heranf\u00fchren und an den Betrieb binden.<\/p>\n<h3>DuBAS wird Regelausbildung<\/h3>\n<p>Bereits seit dem Ausbildungsjahr 2011\/12 kann in Sachsen ein Berufsabschluss mit Abitur (DuBAS) erworben werden.<\/p>\n<p>DuBAS-Sch\u00fcler lernen \u00fcber vier Jahre am Beruflichen Gymnasium und dem Ausbildungsbetrieb im Wechsel. Sachsen geh\u00f6rt bei der Berufsausbildung mit Abitur bundesweit zu den Vorreitern. Dabei ist das Angebot nicht g\u00e4nzlich neu: \u00bbBerufsausbildung mit Abitur\u00ab gab es bereits fr\u00fcher und wurde in einer den heutigen Gegebenheiten angepassten Form wieder eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Mit Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes, wird der mehrj\u00e4hrige Schulversuch DuBAS ab 2018 zur Regelausbildung. Angeboten wird das Berufsabitur zurzeit in den Beruflichen Schulzentren f\u00fcr Wirtschaft II Chemnitz, f\u00fcr Elektrotechnik Dresden, Wirtschaft und Technik Bautzen sowie der Karl-Heine-Schule \u2013 Berufliches Schulzentrum der Stadt Leipzig in den Berufen:<\/p>\n<ul>\n<li>Fachinformatiker\/in,<\/li>\n<li>IT-Systemelektroniker\/in,<\/li>\n<li>Industriemechaniker\/in,<\/li>\n<li>Zerspanungsmechaniker\/in,<\/li>\n<li>Industriekaufmann\/-frau und<\/li>\n<li>Mechatroniker\/in.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Neu hinzukommen wird speziell f\u00fcr das Handwerk der\/die Elektroniker\/in, Fachrichtung Energie- und Geb\u00e4udetechnik, ab dem Schuljahr 2018\/19.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verkn\u00fcpfung von dualer Ausbildung mit dem Erwerb der (Fach-) Hochschulreife ist f\u00fcr Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen eine wertvolle Alternative nach dem Schulabschluss. F\u00fcr s\u00e4chsische Unternehmen birgt sie eine Chance im Wettlauf um Fachkr\u00e4fte. 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