{"id":4264,"date":"2017-05-10T09:55:45","date_gmt":"2017-05-10T07:55:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=4264"},"modified":"2017-09-12T09:41:43","modified_gmt":"2017-09-12T07:41:43","slug":"wegmarken-von-kultusministerin-kurth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2017\/05\/10\/wegmarken-von-kultusministerin-kurth\/","title":{"rendered":"Wegmarken von Kultusministerin Kurth"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_4271\" aria-describedby=\"caption-attachment-4271\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stm_Kurth_RM23141.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4271\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stm_Kurth_RM23141-1600x1167.jpg\" alt=\"Die Staatsministerin f\u00fcr Kultus des Freistaates Sachsen, Brunhild Kurth (CDU), aufgenommen am Mintag (12.01.2015) im s\u00e4chsischen Kultusministerium in Dresden. Foto: Robert Michael \/ www.robertmichaelphoto.de *** Local Caption *** Nutzung nur gegen H o n o r a r + 7% Mwst. sowie Urhebernennung. W I C H T I G: Jegliche kommerzielle Nutzung ist H o n o r a r - und M e h r w e r t s t e u e r p f l i c h t i g ! H o n o r a r gemaess M F M. Weitergabe an Dritte nur nach vorheriger Absprache mi t dem U r h e b e r ! D a r s t e l l u n g im I N T E R N E T ist grundsaetzlich honorar und mehrwertsteuerpflichtig; auch als 1 : 1 Kopie in I N T E R N E T - Ausgaben von Tageszeitungen und Magazinen. Autoren - Nennung auch fuer I N T E R N E T - Darstellung gemaess \u00df 1 3 Urh Ges. A C H T U N G: Jede weitere Nutzung nach dem Erstabdruck des Bildmaterials ist ebenfalls honorar - und mehrwertsteuerpflichtig ! Verstoesse werden verfolgt ! Soweit nicht ausdruecklich vermerkt, wird die Einholung von Persoenlichkeits-, Kunst- oder Markenrechten nicht zugesichert. Die Klaerung dieser Rechte obliegt dem Nutzer.\" width=\"1000\" height=\"730\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stm_Kurth_RM23141-1600x1167.jpg 1600w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stm_Kurth_RM23141-300x219.jpg 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stm_Kurth_RM23141-768x560.jpg 768w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stm_Kurth_RM23141-94x70.jpg 94w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stm_Kurth_RM23141-1280x934.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4271\" class=\"wp-caption-text\">Staatsministerin f\u00fcr Kultus des Freistaates Sachsen, Brunhild Kurth &#8211; Foto: Robert Michael<\/figcaption><\/figure>\n<p>In diesen Tagen blickt die Koalition aus CDU und SPD auf die erste H\u00e4lfte der laufenden Legislaturperiode zur\u00fcck. Doch warum Halbzeitbilanz ziehen, wenn es auch l\u00e4nger geht. Seit M\u00e4rz dieses Jahres ist Kultusministerin Brunhild Kurth f\u00fcnf Jahre im Amt. Sie geh\u00f6rt damit zu den Kultusministern in Deutschland, die am l\u00e4ngsten dieses Amt bekleiden. Grund genug einmal Bilanz zu ziehen.<!--more--><\/p>\n<p>Eine Vorbemerkung: Die Liste der bildungspolitischen Ma\u00dfnahmen oder \u00bbWegmarken\u00ab erhebt keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit. Wenn wir richtig gez\u00e4hlt haben, hat Kultusministerin Kurth rund 60 \u00bbWegmarken\u00ab w\u00e4hrend der vergangenen f\u00fcnf Jahre umgesetzt. Aufgrund der F\u00fclle sollen nachfolgend lediglich wesentliche Ma\u00dfnahmen genannt werden.<\/p>\n<h2><strong>\u00dcber 10.000 Lehrer eingestellt<\/strong><\/h2>\n<p>Kaum ein Thema pr\u00e4gte die bisherige Amtszeit von Kultusministerin Brunhild Kurth so sehr, wie der wachsende Lehrerbedarf. Bedingt durch steigende Sch\u00fclerzahlen auf der einen Seite und eine wachsende Zahl an Lehrerinnen und Lehrern, die aus Altersgr\u00fcnden in den Ruhestand treten, stiegen die Lehrereinstellungen seit dem Amtsantritt der Kultusministerin enorm an. Wurden im Schuljahr 2012\/2013 genau 1270 Lehrer (Personen) eingestellt, waren es im laufenden Schuljahr 2016\/2017 bereits 2869. Vom Schuljahr 2012\/2013 bis heute wurden insgesamt 10.145 Lehrkr\u00e4fte (Personen) eingestellt und damit rund 8340 Stellen neu besetzt. Keine andere Beh\u00f6rde im Freistaat Sachsen bew\u00e4ltigte ein ann\u00e4hernd gro\u00dfes Einstellungsprogramm wie die S\u00e4chsische Bildungsagentur. Im selben Zeitraum schieden 6400 Lehrer aus und machten 4865 Stellen frei. Der Generationswechsel in den Lehrerzimmern l\u00e4uft auf Hochtouren.<\/p>\n<h2><strong>Stellenabbau gestoppt \u2013 mehr Lehrerstellen errungen<\/strong><\/h2>\n<p>Doch ohne grundlegende Weichenstellung im Kultusetat w\u00e4re dies nicht m\u00f6glich gewesen. Sah der Doppelhaushalt 2011\/2012 und die damit einhergehende mittelfristige Finanzplanung noch einen Abbau auf 25.820 Lehrerstellen bis zum Schuljahr 2018\/2019 vor (s. Abb.), konnte Kultusministerin Brunhild Kurth den Plan stoppen und einen Kurswechsel einleiten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/17_05_09_lav_.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4270\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/17_05_09_lav_.png\" alt=\"Entwicklung des unbefristeten Lehrerarbeitsverm\u00f6gens in Vollzeit\u00e4quivalenten von 2012 bis 2019 (nach Schuljahren)\" width=\"1000\" height=\"886\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/17_05_09_lav_.png 1011w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/17_05_09_lav_-300x266.png 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/17_05_09_lav_-768x681.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Seither wurde das Volumen des sogenannten unbefristeten Lehrerarbeitsverm\u00f6gens kontinuierlich erh\u00f6ht. Im Schuljahr 2018\/19 wird die Differenz zwischen der f\u00fcr das Schuljahr 2018\/2019 einst geplanten Zielgr\u00f6\u00dfe und dem im aktuellen Doppelhaushalt festgelegten Lehrerarbeitsverm\u00f6gen genau 4.368\u00a0 Stellen (Vollzeit\u00e4quivalente; Vz\u00c4) betragen. Das entspricht einer Erh\u00f6hung um mehr als 14 Prozent.<\/p>\n<p>Die Ironie der Geschichte: Heute setzt nicht mehr der Kultusetat die Grenzen f\u00fcr Lehrereinstellungen, sondern ein leergefegter Lehrerarbeitsmarkt. Ohne Seiteneinsteiger kann der Unterricht nicht mehr abgesichert werden.<\/p>\n<h2><strong>Eine Milliarde mehr f\u00fcr Bildung<\/strong><\/h2>\n<p>Zunehmende Lehrerstellen hatten nat\u00fcrlich auch steigende Personalausgaben und ein deutliches Anwachsen des Kultusetats zur Folge.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/17_05_09_etat_.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4269\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/17_05_09_etat_.png\" alt=\"Entwicklung der Ausgaben des Kultusetats von 2012 bis 2018\" width=\"1000\" height=\"722\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/17_05_09_etat_.png 1264w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/17_05_09_etat_-300x216.png 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/17_05_09_etat_-768x554.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Betrug der Kultushaushalt 2012 noch 2,7 Milliarden Euro, sind f\u00fcr 2018 mit 3,7 Milliarden Euro eine Milliarde mehr geplant. Steigende Personalausgaben sind aber nicht allein der Grund f\u00fcr den Anstieg des Kultusetats.<\/p>\n<h2><strong>Neue Gesetze verabschiedet<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr wachsende Ausgaben sorgten auch wichtige Gesetze, die in der Amtszeit von Kultusministerin Kurth verabschiedet wurden. Nicht nur das <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2017\/04\/11\/das-novellierte-schulgesetz-bringt-viel-arbeit-mit-sich\/\">Schulgesetz<\/a> wurde weiterentwickelt, sondern auch ein neues Gesetz f\u00fcr Schulen in freier Tr\u00e4gerschaft verabschiedet. Vor dem Hintergrund eines Urteils vom S\u00e4chsischen Verfassungsgerichtshof trat die Kultusministerin f\u00fcr den verfassungsrechtlichen Anspruch der freien Schulen ein und warb f\u00fcr ein fruchtbares Miteinander zwischen \u00f6ffentlichen und freien Schulen. Mit dem neuen Privatschulgesetz stiegen die staatlichen Zusch\u00fcsse f\u00fcr freie Schulen ab August 2015 im Durchschnitt um rund 1.000 Euro pro Sch\u00fcler. Im Rahmen einer \u00dcbergangsl\u00f6sung bekamen freie Schulen vorab f\u00fcr 2014 und 2015 insgesamt 35 Millionen Euro.<\/p>\n<h2><strong>Betreuungsschl\u00fcssel in Kitas verbessert<\/strong><\/h2>\n<p>Mit \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Kitagesetzes wurde zudem eine schrittweise Verbesserung des Betreuungsschl\u00fcssels in Kindertageseinrichtungen auf den Weg gebracht. Seit September 2016 betr\u00e4gt der Betreuungsschl\u00fcssel im Kindergarten 1:12 statt 1:13. In Kindergrippen wird der Schl\u00fcssel bis 2018 von derzeit 1:6 auf 1:5 abgesenkt. Die Kosten f\u00fcr das zus\u00e4tzliche Personal \u00fcbernimmt das Land.<\/p>\n<p>Weitere Verbesserungen f\u00fcr Kitas:<\/p>\n<ul>\n<li>F\u00f6rderrichtlinie zur Verbesserung der Kitaqualit\u00e4t (seit 2016)<\/li>\n<li>Landesmodellprojekt \u00bbInklusion in Kindertageseinrichtungen\u00ab (2013 bis 2016)<\/li>\n<li>Landesmodellprojekt \u00bbEltern-Kind-Zentren\u00ab (seit 2016)<\/li>\n<li>Landeskompetenzzentrum zur Sprachf\u00f6rderung an Kitas (seit 2013)<\/li>\n<li>Landesstelle f\u00fcr nachbarsprachliche Bildung (seit 2014)<\/li>\n<li>Modellprojekt \u00bbWillkommensKITA (seit 2014)<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Integration und Inklusion<\/strong><\/h2>\n<p>Nicht erst mit dem weiterentwickelten Schulgesetz sorgte Sachsen f\u00fcr mehr Chancengerechtigkeit und mehr gesellschaftliche Teilhabe f\u00fcr Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Zuvor wurde 2012 ein Aktions- und Ma\u00dfnahmenplan Inklusion verabschiedet. Mit Beginn des Schuljahres 2012\/2013 startete zudem der Schulversuch \u00bbErprobung von Ans\u00e4tzen zur inklusiven Beschulung von Sch\u00fclern mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf in Modellregionen\u00ab (ERINA). Erfahrungen aus dem Schulversuch flossen in das neue Schulgesetz ein. Seit 2016 unterst\u00fctzen <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2016\/10\/04\/die-schueler-haben-mich-schon-voll-akzeptiert-inklusionsassistenten-ab-diesem-schuljahr-im-einsatz\/\">Inklusionsassistenten<\/a> Schulen bei der Integration von Kindern mit Behinderung.<\/p>\n<h2><strong>Stopp der Schulschlie\u00dfungen<\/strong><\/h2>\n<p>Kultusministerin Brunhild Kurth und der damalige Umwelt- und Landwirtschaftsminister Frank Kupfer sprachen sich im September 2013 f\u00fcr den Erhalt von Schulen im L\u00e4ndlichen Raum aus. Beide Minister legten ein Konzept vor und schufen damit die Grundlage f\u00fcr das anschlie\u00dfend vom Landtag beschlossene Schulschlie\u00dfungsmoratorium. Das k\u00fcrzlich verabschiedete Schulgesetz griff wesentliche Teile des Moratoriums auf.<\/p>\n<h2><strong>Neue Formen der B\u00fcrgerbeteiligung<\/strong><\/h2>\n<p>Fast jeder kennt die Dialogforen zum Schulgesetzentwurf. Doch nicht erst seit dem die politischen und medialen Eliten in Kritik gerieten, warb Kultusministerin Brunhild Kurth f\u00fcr mehr B\u00fcrgerbeteiligung. Bereits vorher lud die Ministerin die Spitzen von Landessch\u00fclerrat und Landeselternrat zur bevorstehenden Schulgesetznovelle an einen Runden Tisch (Juni 2014). Und erinnert sich noch jemand an die Runden Tische zur Erhebung des Unterrichtsausfalls (2013) oder zur Finanzierung der freien Schulen (2013)?<\/p>\n<h2><strong>Werbung f\u00fcr mehr Lehrer \u2013 bessere Bezahlung der Lehrer<\/strong><\/h2>\n<p>Ende 2012 startete Kultusministerin Kurth eine Lehrerwerbekampagne. Die wesentlichen Werbema\u00dfnahmen stehen im <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2017\/02\/03\/sachsen-wirbt-auf-neuen-kanaelen-um-lehrer\/\">SMK-Blog<\/a>. Auch \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2016\/10\/26\/ministerin-kurth-erleichtert-staatsregierung-schnuert-lehrermassnahmenpaket-von-213-millionen-euro\/\">Ma\u00dfnahmenpaket<\/a> zur Erh\u00f6hung der Attraktivit\u00e4t des Lehrerberufes wurde im Blog ausf\u00fchrlich berichtet.<\/p>\n<h2><strong>KMK-Pr\u00e4sidentschaft<\/strong><\/h2>\n<p>Fragt man Brunhild Kurth nach den sch\u00f6nsten Phasen ihrer bisherigen Amtsperiode, nennt sie spontan das Jahr 2015 \u2013 das Jahr der Pr\u00e4sidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK). In dieser Zeit konnte sich eine Fachfrau ausschlie\u00dflich mit bildungsfachlichen Themen besch\u00e4ftigen und dabei Erfolge verbuchen. So verabschiedete zum Beispiel die KMK erstmalig eine <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2015\/12\/04\/eine-frage-der-gerechtigkeit-wir-muessen-auch-die-leistungsstarken-foerdern\/\">F\u00f6rderstrategie f\u00fcr begabte Sch\u00fcler<\/a>. Das kam einem Kurswechsel gleich. Seitdem wird in Deutschland beim Thema Chancengerechtigkeit nicht nur an leistungsschwache, sondern auch an leistungsstarke Sch\u00fcler gedacht. Vorher herrschte die Meinung vor, um leistungsstarke Sch\u00fcler m\u00fcsse Bildungspolitik sich nicht k\u00fcmmern. Diese Sch\u00fcler k\u00e4men allein zurecht.<\/p>\n<h2><strong>Unterrichtsbelastung f\u00fcr Sch\u00fcler verringert<\/strong><\/h2>\n<p>Bereits mit dem ersten Schulgesetzentwurf Anfang 2016 k\u00fcndigte Kultusministerin Kurth an, die Lehrpl\u00e4ne zu \u00fcberpr\u00fcfen und dabei die deutschlandweit vergleichbar hohe Unterrichtsbelastung s\u00e4chsischer Sch\u00fcler zu senken. Erste Ma\u00dfnahmen wie zum Beispiel die Abschaffung der Vertiefungskurse in Oberschulen, die Modifizierung der gymnasialen Oberstufe an <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2016\/11\/24\/schueler-der-gymnasialen-oberstufe-werden-entlastet\/\">Gymnasien<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2017\/02\/16\/neue-einbringungsregeln-fuer-abitur-am-beruflichen-gymnasium\/\">Beruflichen Gymnasien<\/a> und die neuen Stundentafeln f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2017\/03\/13\/schueler-an-fachoberschulen-werden-entlastet\/\">Fachoberschulen<\/a> ergriff sie bereits.<\/p>\n<h2><strong>Was noch erw\u00e4hnt werden sollte<\/strong><\/h2>\n<ul>\n<li>B\u00fcrokratieabbau bei F\u00f6rderungen von Ganztagsangeboten: Seit 2013 werden F\u00f6rdermittel f\u00fcr Ganztagsangebote pauschal zugewiesen. Schulen m\u00fcssen statt eines 20-seitigen Antrages lediglich zwei Seiten ausf\u00fcllen.<\/li>\n<li>Seit 2013 wird an sorbischen Schulen nach dem Schulkonzept \u00bb2plus\u00ab unterrichtet.<\/li>\n<li>Sachsen setzte sich seit vielen Jahren f\u00fcr mehr Vergleichbarkeit beim Abitur ein. Erstmalig schrieben 2014 Sch\u00fcler aus sechs Bundesl\u00e4ndern, darunter Sachsen, l\u00e4nder\u00fcbergreifend zum Teil identische Abituraufgaben in drei F\u00e4chern. In diesem Jahr nahmen acht Bundesl\u00e4nder an dem l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Abitur teil. Gleichzeitig wurden diese Aufgaben auch \u00fcber den <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2017\/04\/04\/faktencheck-zum-ersten-mal-schreiben-bis-zu-15-laender-gemeinsam-abitur\/\">Aufgabenpool der KMK <\/a>allen anderen Bundesl\u00e4ndern zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/li>\n<li>Was 2014 an 50 Oberschulen begann, hat sich inzwischen als Erfolgsmodell in der Berufs- und Studienorientierung entpuppt: <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2016\/08\/30\/dranbleiben-und-kuemmern-so-helfen-praxisberater-schuelern-bei-der-berufswahl\/\">die Praxisberater<\/a>. Im laufenden Schuljahr unterst\u00fctzen Praxisberater die Sch\u00fcler bereits an 123 Oberschulen. Weitere Schulen werden hinzukommen.<\/li>\n<li>Weltweite Fl\u00fcchtlingsbewegungen stellten auch f\u00fcr s\u00e4chsische Schulen eine enorme Herausforderung dar. So stieg die Zahl der Vorbereitungsklassen seit Beginn des Schuljahres 2015\/16 von 290 Klassen mit 3.751 Sch\u00fclern auf aktuell 562 Vorbereitungsklassen mit rund 9600 Sch\u00fclern mit Migrationshintergrund. Eine Zwischenbilanz gibt es im <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2016\/07\/13\/bilanz-sachsens-schulen-haben-steigende-zahl-von-schuelern-mit-migrationshintergrund-gut-bewaeltigt\/\">Blog<\/a>.<\/li>\n<li>Die Medienbildung soll gest\u00e4rkt werden. Dazu hat das Kultusministerium eine umfassende <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2017\/01\/27\/konzept-fuer-eine-digitale-klasse-vorgelegt\/\">Konzeption<\/a> vorgelegt.<\/li>\n<li>2016 wurde die politische Bildung an <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2016\/05\/02\/mehr-politische-bildung-an-den-oberschulen\/\">Oberschulen<\/a> verbessert. Empfehlungen f\u00fcr mehr Demokratiebildung erarbeitet derzeit ein <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2017\/01\/18\/kurth-beruft-expertengremium-fuer-politische-bildung\/\">Expertengremium<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesen Tagen blickt die Koalition aus CDU und SPD auf die erste H\u00e4lfte der laufenden Legislaturperiode zur\u00fcck. Doch warum Halbzeitbilanz ziehen, wenn es auch l\u00e4nger geht. Seit M\u00e4rz dieses Jahres ist Kultusministerin Brunhild Kurth f\u00fcnf Jahre im Amt. Sie geh\u00f6rt damit zu den Kultusministern in Deutschland, die am l\u00e4ngsten dieses Amt bekleiden. 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