{"id":2826,"date":"2016-11-24T16:02:58","date_gmt":"2016-11-24T15:02:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=2826"},"modified":"2017-01-17T09:56:35","modified_gmt":"2017-01-17T08:56:35","slug":"schueler-der-gymnasialen-oberstufe-werden-entlastet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2016\/11\/24\/schueler-der-gymnasialen-oberstufe-werden-entlastet\/","title":{"rendered":"Sch\u00fcler der gymnasialen Oberstufe werden entlastet"},"content":{"rendered":"<p>Ab dem Schuljahr 2017\/18 gibt es f\u00fcr die Sch\u00fcler der gymnasialen Oberstufe neue Regelungen und weniger Unterrichtsbelastung. So m\u00fcssen sie nur noch drei Naturwissenschaften und eine Fremdsprache oder zwei Naturwissenschaften und zwei Fremdsprachen belegen. Bisher waren es drei Naturwissenschaften und zwei Fremdsprachen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Auch die Gesamtqualifikation wird neu berechnet. Alle Sch\u00fcler m\u00fcssen k\u00fcnftig nur noch einheitlich 40 Kurshalbjahresergebnisse einbringen. Bisher waren es in Sachsen 52. In der Praxis bedeutet das, nicht mehr alle belegten Kurse flie\u00dfen in die Gesamtqualifikation ein. Ebenfalls neu ist die Wiedereinf\u00fchrung des Leistungskurses Biologie. Kultusministerin Brunhild Kurth hatte bereits im Fr\u00fchjahr 2016 angek\u00fcndigt, im Rahmen der Schulgesetznovelle auch die Unterrichtsbelastung f\u00fcr die Sch\u00fcler zu senken. Ein erster Schritt erfolgt nun in der gymnasialen Oberstufe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2835 alignleft\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Fotolia_127791845_XS.jpg\" alt=\"education, high school and people concept - group of happy teenage students with notebooks learning at campus yard\" width=\"424\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Fotolia_127791845_XS.jpg 424w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Fotolia_127791845_XS-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px\" \/><\/p>\n<h2>Wissenschaftliche Untersuchung kritisierte zu hohe Unterrichtsbealstung<\/h2>\n<p>Hintergrund f\u00fcr die \u00c4nderungen sind auch die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen. So hatte das S\u00e4chsische Bildungsinstitut in der Zeit von 2009 und 2014 wissenschaftlich begleitet von der Universit\u00e4t T\u00fcbingen und der Technischen Universit\u00e4t Dresden, die gymnasiale Oberstufe unter die Lupe genommen. Ein wichtiges Ergebnis der Untersuchung war, dass die Unterrichtsbelastung in den Klassenstufen 11 und 12 als zu gro\u00df empfunden wird. Die Sch\u00fcler gaben an, dass angesichts der Gesamtbelastung weniger Freizeit verbleibe.<\/p>\n<h2>H\u00f6chste Unterrichtsbelastung bundesweit<\/h2>\n<p>Tats\u00e4chlich m\u00fcssen Gymnasialsch\u00fcler in Sachsen von der 5. bis zur 12. Klasse einen Unterrichtsumfang von 269 Jahreswochenstunden leisten. Das ist bundesweit der h\u00f6chste Unterrichtumfang. Die Kultusministerkonferenz gibt lediglich 265 Jahreswochenstunden vor. In der 11. und 12. Klassenstufe umfasst die Stundentafel 35 Wochenstunden. 13 Unterrichtsf\u00e4cher sind verpflichtend f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Auch diese Werte sind bundesweit die h\u00f6chsten. Kritisch sah die Studie auch, dass in Sachsen alle belegten Kurse auch in die Gesamtqualifikation eingebracht werden m\u00fcssen. Damit lag der Freistaat weit \u00fcber der Mindestforderung der Kultusministerkonferenz (KMK). Da die L\u00e4nder hier sehr unterschiedliche Regelungen getroffen hatten, hat die KMK im Juni 2016 dann einheitlich geregelt, dass 40 Kurshalbjahresergebnisse in die Abi-Note einflie\u00dfen sollten. Diese KMK-Vorgabe setzt der Freistaat nun um. Damit geht Sachsen auch einen weiteren Schritt zu einer gr\u00f6\u00dferen Vergleichbarkeit des Abiturs zwischen den L\u00e4ndern.<\/p>\n<h2>Leistungskurs Biologie<\/h2>\n<p>Der Abschlussbericht der Wissenschaftler machte auf weitere Probleme aufmerksam. So wurde auch der Wegfall des Leistungskursfachs Biologie massiv kritisiert. Besonders an einem Studium der Biologie oder Medizin Interessierte, sehen sich benachteiligt. Im \u00dcbrigen, so stellen die Wissenschaftler fest, hat die Reform der gymnasialen Oberstufe weder zu einer besseren Studierf\u00e4higkeit gef\u00fchrt, noch wurde die Erwartung erf\u00fcllt, f\u00fcr mehr Nachwuchs in den Natur- und Ingenieurwissenschaften zu sorgen.<\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr die Evaluation war die Reform der gymnasialen Oberstufe, die im Schuljahr 2007\/2008 in Kraft trat. Mit der Reform sollte den Anforderungen des Arbeitsmarktes, vor allem was den personellen Bedarf an Naturwissenschaftlern und Ingenieuren angeht, besser entsprochen werden. Zugleich sollte das Allgemeinwissen der Abiturienten vertieft und ihre Studierf\u00e4higkeit verbessert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab dem Schuljahr 2017\/18 gibt es f\u00fcr die Sch\u00fcler der gymnasialen Oberstufe neue Regelungen und weniger Unterrichtsbelastung. 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