{"id":2190,"date":"2016-09-07T11:51:59","date_gmt":"2016-09-07T09:51:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=2190"},"modified":"2017-01-17T09:59:19","modified_gmt":"2017-01-17T08:59:19","slug":"gute-ergebnisse-beim-abi-2016-auch-bei-den-faechern-mit-laenderuebergreifenden-aufgaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2016\/09\/07\/gute-ergebnisse-beim-abi-2016-auch-bei-den-faechern-mit-laenderuebergreifenden-aufgaben\/","title":{"rendered":"Gute Ergebnisse beim Abi 2016 &#8211; auch in den F\u00e4chern mit l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Aufgaben"},"content":{"rendered":"<p>Die s\u00e4chsischen Abiturienten haben in diesem Jahr wieder ihr Abi mit einem Durchschnitt von 2,29 abgelegt. Das ist exakt der gleiche Durchschnittswert wie beim Abi 2015 und 2014.\u00a0 Auch die Bestehensquote von 97,6 % ist im Vergleich zu den Vorjahren fast gleich. Nur der Anteil Abiturienten mit der Traumnote 1,0 ist gestiegen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Seit sechs Jahren gute Abi-Ergebnisse<\/h2>\n<p>F\u00fcr die seit sechs Jahren gleich guten Ergebnisse bei den Abiturpr\u00fcfungen gibt es mehrere Gr\u00fcnde. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2226 alignright\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Fotolia_51137697_XS-300x140.jpg\" alt=\"Stempel Abi 2016\" width=\"300\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Fotolia_51137697_XS-300x140.jpg 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Fotolia_51137697_XS.jpg 507w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>So konnten sich die s\u00e4chsischen Gymnasien konstant entwickeln, denn es gab weder Diskussionen um G 8 oder G 9, noch um zentrale Pr\u00fcfungen. Sachsen hat au\u00dferdem klare Zugangsregeln zum Gymnasium. Ein wesentlicher Grund ist auch die engagierte, p\u00e4dagogische Arbeit der Lehrer bei der Umsetzung der 2008 eingef\u00fchrten Lehrpl\u00e4ne. Ein umfangreiches Fortbildungsprogramm hat die Lehrer dabi unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h2>Bestehensquote stieg mit Weiterentwicklung der Oberstufe<\/h2>\n<p>Die weiterentwickelte gymnasiale Oberstufe (\u00c4nderungen von 2008) stand am Anfang in der Kritik, weil die Sch\u00fcler seitdem drei Naturwissenschaften und zwei Fremdsprachen belegen m\u00fcssen. Auch wurde die insgesamt hohe Wochenstundenzahl kritisiert. Die Gesamtbelastung hat sich mittlerweile tats\u00e4chlich als zu hoch erwiesen. Die Lehrpl\u00e4ne werden nicht zuletzt auch deshalb erneut \u00fcberpr\u00fcft <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2016\/04\/14\/weniger-faktenwissen-mehr-kompetenzen-sachsens-lehrplaene-werden-ueberprueft\/\" target=\"_blank\">(Weniger Faktenwissen &#8211; Mehr Kompetenzen &#8211; Sachsens Lehrpl\u00e4ne werden \u00fcberpr\u00fcft)<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2196 size-full\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/BestehensquoteAbi.png\" alt=\"BestehensquoteAbi\" width=\"606\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/BestehensquoteAbi.png 606w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/BestehensquoteAbi-300x150.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 606px) 100vw, 606px\" \/><\/p>\n<p>Die Abiturienten haben die neuen Anforderungen insgesamt jedoch gut gemeistert. So gab es im ersten Abitur nach den Neuregelungen einen Anstieg der Bestehensquote von zuvor ca. 95% auf ca. 98%. Dieser Schnitt wurde dann in den Folgejahren relativ konstant gehalten.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<h2>Gesamtdurchschnitt in den letzten Jahren konstant<\/h2>\n<p>Bei den Durchschnitten in der Gesamtqualifikation setzte die Verbesserung dann etwas versetzt um 2012 ein, was aber nicht ungew\u00f6hnlich ist, wenn man Effekte neuer Lehrpl\u00e4ne betrachtet. Seitdem sind auch hier die Durchschnitte relativ konstant. Ein Grund daf\u00fcr sind die kaum ge\u00e4nderten Pr\u00fcfungsformate.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"31%\">Jahr<\/td>\n<td width=\"7%\">2008<\/td>\n<td width=\"7%\">2009<\/td>\n<td width=\"7%\">2010<\/td>\n<td width=\"7%\">2011<\/td>\n<td width=\"7%\">2012<\/td>\n<td width=\"7%\">2013<\/td>\n<td width=\"7%\">2014<\/td>\n<td width=\"7%\">2015<\/td>\n<td width=\"7%\"><strong>2016<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"31%\">Durchschnitts-<\/p>\n<p>Note<\/td>\n<td width=\"7%\">2,44<\/td>\n<td width=\"7%\">2,46<\/td>\n<td width=\"7%\">2,40<\/td>\n<td width=\"7%\">2,40<\/td>\n<td width=\"7%\">2,35<\/td>\n<td width=\"7%\">2,32<\/td>\n<td width=\"7%\">2,29<\/td>\n<td width=\"7%\">2,29<\/td>\n<td width=\"7%\"><strong>2,29<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"31%\">Anteil der Abiturienten mit einem Durchschnitt von 1,0<\/td>\n<td width=\"7%\">1,1%<\/td>\n<td width=\"7%\">1,0%<\/td>\n<td width=\"7%\">1,1%<\/td>\n<td width=\"7%\">1,3%<\/td>\n<td width=\"7%\">1,1%<\/td>\n<td width=\"7%\">1,4%<\/td>\n<td width=\"7%\">1,5%<\/td>\n<td width=\"7%\">1,6%<\/td>\n<td width=\"7%\"><strong>1,8%<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Parallel dazu steigt die Zahl der Abiturienten mit 1,0 weiter an. Ob das nun ein allgemeiner Trend ist oder ob einfach statistische Abweichungen daf\u00fcr verantwortlich sind, kann man jetzt noch nicht beurteilen. Der Anteil der 1,0er ist zwar dieses Jahr um 0,2 Prozentpunkte gestiegen, aber der Gesamtdurchschnitt mit 2,29 gleich geblieben. Das bedeutet, dass auch der Anteil von Abiturienten mit schw\u00e4cheren Leistungen gestiegen sein muss.<\/p>\n<p>Im Vergleich mit allen Bundesl\u00e4ndern liegt Sachsen \u00fcbrigens in den Abiturdurchschnitten immer auf den ersten Pl\u00e4tzen.<\/p>\n<h2>L\u00e4nder\u00fcbergreifendes Abitur f\u00fcr mehr Vergleichbarkeit<\/h2>\n<p>Gro\u00dfer Kritikpunkt am Abitur in Deutschland ist die Vergleichbarkeit. Die Kultusministerkonferenz hat sich dem Problem bereits seit einigen Jahren angenommen. Sechs Bundesl\u00e4nder, darunter auch Sachsen, hatten 2014 dann selbst die Initiative ergriffen und starteten zum ersten Mal ein l\u00e4nder\u00fcbergreifendes Abitur. Die Initiative ist weiter gewachsen. In diesem Jahr haben bereits Abiturienten aus acht Bundesl\u00e4ndern zeitgleich ihre Pr\u00fcfungen geschrieben und dabei identische Aufgaben oder Aufgabenteile in den F\u00e4chern Deutsch, Mathematik und Englisch gel\u00f6st. Die acht Bundesl\u00e4nder sind Bayern, Bremen, Brandenburg (nur im Fach Deutsch), Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.<\/p>\n<h2>Pr\u00fcfungsergebnisse in den F\u00e4chern mit l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Aufgaben<\/h2>\n<p>Die s\u00e4chsischen Abiturienten schneiden bei den l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Aufgaben in Deutsch und Englisch genauso ab wie in den Vorjahren. In Mathematik liegt der Wert um 0,2 h\u00f6her als 2015.\u00a0 Das bedeutet, die gemeinsamen Aufgabenformate und der Schwierigkeitsgrad sind f\u00fcr die s\u00e4chsischen Sch\u00fcler gewohntes Niveau und kein Problem. Das war nicht \u00fcberall so. In Niedersachsen hatten sich laut <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/schule-niedersachsens-mathe-abi-war-zu-schwer-1.2990823\" target=\"_blank\">Presseberichten<\/a> zum Beispiel Eltern und Sch\u00fcler massiv \u00fcber zu schwere Aufgaben in der Mathematik-Pr\u00fcfung beschwert. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2219 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Ergebnisse-l\u00e4nder\u00fcbergreifendes-Abitur.png\" alt=\"Ergebnisse l\u00e4nder\u00fcbergreifendes Abitur\" width=\"664\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Ergebnisse-l\u00e4nder\u00fcbergreifendes-Abitur.png 664w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Ergebnisse-l\u00e4nder\u00fcbergreifendes-Abitur-300x188.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 664px) 100vw, 664px\" \/><\/p>\n<h2>L\u00e4nder n\u00e4hern sich weiter an<\/h2>\n<p>Schon einige Jahre arbeiten die L\u00e4nder an einem gemeinsamen Aufgabenpool f\u00fcr das Abitur. Ab 2017 soll er genutzt werden. Doch es gibt noch weitere Schritt f\u00fcr mehr Gemeinsamkeiten. Im Juni 2016 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) die <a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/1972_07_07-Vereinbarung-Gestaltung-Sek2.pdf\" target=\"_blank\">Vereinbarungen \u00fcber die Gestaltung der gymnasialen Oberstufe<\/a> \u00fcberarbeitet.\u00a0 So haben sich die L\u00e4nder unter anderem auf eine einheitliche Anzahl der einzubringenden Kurse geeinigt. Au\u00dferdem wird aktuell \u00fcber einheitliche Arbeitszeiten und Bewertungsraster in den Pr\u00fcfungen beraten. Sachsen ist bei den Entwicklungen dazu in der KMK ma\u00dfgeblich beteiligt.<\/p>\n<p>Im November 2016 werden sich nun auf Initiative Sachsens erstmalig Experten aus 16 Bundesl\u00e4ndern und \u00d6sterreich, Vertreter der <a href=\"https:\/\/www.kmk.org\/\" target=\"_blank\">KMK<\/a> und des <a href=\"https:\/\/www.iqb.hu-berlin.de\/\" target=\"_blank\">IQB<\/a> sowie Wissenschaftler und Didaktiker auf einer Konferenz mit der Frage besch\u00e4ftigen, welches Aufgabenformat eine zeitgem\u00e4\u00dfe Mathematikpr\u00fcfung 2025 haben sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die s\u00e4chsischen Abiturienten haben in diesem Jahr wieder ihr Abi mit einem Durchschnitt von 2,29 abgelegt. Das ist exakt der gleiche Durchschnittswert wie beim Abi 2015 und 2014.\u00a0 Auch die Bestehensquote von 97,6 % ist im Vergleich zu den Vorjahren fast gleich. 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