{"id":11416,"date":"2024-04-16T08:30:51","date_gmt":"2024-04-16T06:30:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=11416"},"modified":"2024-04-18T11:21:45","modified_gmt":"2024-04-18T09:21:45","slug":"stark-fuer-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2024\/04\/16\/stark-fuer-die-zukunft\/","title":{"rendered":"Stark f\u00fcr die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Das Niveau der schulischen Berufsorientierung (BO) im Freistaat Sachsen ist im Vergleich zu anderen Bundesl\u00e4ndern hoch: Viele Akteure arbeiten mit passgenauen Angeboten gemeinsam daran, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf die Arbeitswelt vorzubereiten. KLASSE hat zwei Oberschulen besucht und zeigt, was erfolgreiche BO in der Praxis bedeutet und wie die Jugendlichen davon profitieren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Liebevoll streichelt Leonie* die greisen H\u00e4nde von Frau M\u00fcller*, die mit geschlossenen Augen im Rollstuhl sitzt. Ab und an fl\u00fcstern die beiden miteinander, Frau M\u00fcller l\u00e4chelt und entspannt sich von Minute zu Minute mehr. Eine r\u00fchrende Szene im Altenpflegeheim von Gro\u00dfsch\u00f6nau, doch Leonie ist keine Pflegefachkraft, sondern 15 Jahre alt und Sch\u00fclerin der 9. Klasse an der Pestalozzi Oberschule Gro\u00dfsch\u00f6nau an der deutsch-tschechischen Grenze. Jeden zweiten Dienstag hat Leonie \u2013 wie alle ihre Mitsch\u00fclerinnen und -sch\u00fcler aus ihrem Jahrgang Praxistag.<\/p>\n<p>Praxistag hei\u00dft: An diesem Tag haben die Jugendlichen keinen Unterricht, sondern arbeiten in einem Betrieb der Region. So lernen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler im Laufe der 9. Klasse insgesamt drei verschiedene Berufsfelder kennen. Eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr das Kollegium und die Lernenden: \u00bbAn der Stundentafel \u00e4ndert sich nichts. Die vorgeschriebenen Stunden holen wir an den anderen Tagen nach\u00ab, sagt Lehrerin Andrea Erdmann, die an der Pestalozzi Oberschule f\u00fcr die Berufliche Orientierung zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p>Obwohl das Schuljahr damit anstrengender ist als eine regul\u00e4re 9. Klasse ohne Praxistag, w\u00fcnscht sich Leonie, dass sie noch h\u00e4ufiger Einblicke in die Praxis bekommen kann. Ihre erste Station war im Kindergarten der Gemeinde, nach dem Altersheim m\u00f6chte sie die Grundschule kennenlernen. Sie wei\u00df schon jetzt, welchen beruflichen Weg sie sp\u00e4ter einschlagen m\u00f6chte: Leonie tr\u00e4umt davon, Rettungssanit\u00e4terin zu werden. \u00bbDer Praxistag hilft mir, mit Menschen verschiedener Altersgruppen in Kontakt zu kommen und ihre Bed\u00fcrfnisse kennenzulernen. Das bereitet mich perfekt auf meinen sp\u00e4teren Beruf vor\u00ab, sagt die Sch\u00fclerin.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11421\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-16_isocoatedv2eci_RGB-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-16_isocoatedv2eci_RGB-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-16_isocoatedv2eci_RGB-1600x1067.jpg 1600w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-16_isocoatedv2eci_RGB-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-16_isocoatedv2eci_RGB-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-16_isocoatedv2eci_RGB-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-16_isocoatedv2eci_RGB-1800x1200.jpg 1800w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-16_isocoatedv2eci_RGB-1280x854.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Nur wenige 100 Meter weiter montiert ihr Mitsch\u00fcler Tony* neue Scheibenwischer in einer Kfz Werkstatt, seiner aktuellen Station. Er will sp\u00e4ter zum Zoll, findet den Praxistag \u00bbeigentlich ganz cool\u00ab, aber das zweiw\u00f6chige Blockpraktikum, das er in der 8. Klasse absolviert hat, besser. Lehrerin Andrea Erdmann kann ihn verstehen: \u00bbKlar, unser Konzept ist anstrengend und nicht der einfachste Weg. Oft h\u00f6ren die Jugendlichen dann von Sch\u00fclern anderer Schulen, dass sie ihr Praktikum machen k\u00f6nnen, wo sie wollen, direkt um die Ecke oder am besten noch bei den Eltern. Das alles gibt es bei uns nicht.\u00ab Die Oberschule legt Wert darauf, dass die Jugendlichen Betriebe w\u00e4hlen, die zu ihren beruflichen Zielen passen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Andrea Erdmann ist Berufliche Orientierung eine Herzensangelegenheit. Sie ist \u00fcberzeugt, dass das BO-Konzept der Schule, das bereits in der 7. Klasse mit einer Auftaktveranstaltung und der Potenzialanalyse beginnt, aufgeht. \u00bbUnsere konsequente Arbeit \u00fcber Jahre tr\u00e4gt Fr\u00fcchte\u00ab, sagt sie. Viele Jugendliche haben bereits ein Praktikum oder Praxistage in ihrem k\u00fcnftigen Ausbildungsbetrieb absolviert. \u00bbDie meisten Jugendlichen der jetzigen 10. Klasse waren schon zu Bewerbungsgespr\u00e4chen eingeladen\u00ab, so Andrea Erdmann. Nur vereinzelt wissen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in ihrem letzten Schuljahr nicht, wie es nach ihrem Abschluss weitergehen soll. Ist das der Fall, aktiviert die Schule die Berufsberatung der Arbeitsagentur, die immer am ersten Mittwoch im Monat vor Ort ist. Die Berufsberatung unterst\u00fctzt die Jugendlichen und hilft bei wichtigen Fragen zu ihrer beruflichen Zukunft.<\/p>\n<p>Anke Gerber arbeitet bereits seit 1996 als Berufsberaterin und betreut derzeit zwei Oberschulen und zwei Fachoberschulen in Dresden. Sie kennt alle \u00bbihre\u00ab Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und wei\u00df von deren Pl\u00e4nen, Tr\u00e4umen und Sorgen. Wie sich die Jugendlichen im Laufe ihrer Zeit als Berufsberaterin ver\u00e4ndert haben? \u00bbDie Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben sich eigentlich nicht ver\u00e4ndert, sondern die Welt um sie herum, die immer komplexer und herausfordernder wird\u00ab, sagt Anke Gerber. Fr\u00fcher h\u00e4tte es viel weniger M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Jugendlichen gegeben, heute m\u00fcssten sie sich in einem Dschungel aus \u00fcber 300 Ausbildungsberufen zurechtfinden. \u00bbDas macht die jungen Menschen \u00e4ngstlicher. Sie haben Angst, sich falsch zu entscheiden. Deshalb m\u00fcssen wir sie st\u00e4rker an die Hand nehmen\u00ab, so die Berufsberaterin.<\/p>\n<p>Davon ist auch Katharina Hausdorf \u00fcberzeugt. Sie ist seit 2020 Schulleiterin der 66. Oberschule \u2013 eine der vier Dresdner Schulen, die Anke Gerber betreut. \u00bbBerufsorientierung in der Schule ist enorm wichtig. Wir merken, dass sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sonst nicht intensiv genug damit besch\u00e4ftigen. Die Unternehmen berichten uns, wie wenig junge Menschen oftmals auf eine Ausbildung vorbereitet sind. Dann brechen viele Jugendliche ihre Ausbildung ab. Das wollen wir unbedingt vermeiden\u00ab, erkl\u00e4rt die Schulleiterin. F\u00fcr sie ist Berufliche Orientierung kein notwendiges \u00dcbel, sondern gesellschaftlicher Auftrag: \u00bbSchlie\u00dflich w\u00fcnschen wir uns alle f\u00fcr unsere Zukunft Fachkr\u00e4fte, die gut und gerne ihren Beruf aus\u00fcben und m\u00fcndige Mitglieder unserer Gesellschaft sind.\u00ab<\/p>\n<p>Deshalb hat sie gemeinsam mit ihrem Kollegium ein Konzept entwickelt, bei dem alle \u2013 obligatorischen und fakultativen \u2013 Bausteine der Beruflichen Orientierung ineinandergreifen. Dazu geh\u00f6rt, dass Berufsberaterin Anke Gerber regelm\u00e4\u00dfig BO-Unterricht und individuelle Beratungsgespr\u00e4che anbietet. Dazu geh\u00f6rt auch, dass Lehrerin Simone Brand intensiv mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern ab der 7. Klasse an dem Berufswahlpass f\u00fcr s\u00e4chsische Schulen arbeitet, einem Portfolio f\u00fcr die strukturierte Zusammenstellung von Unter lagen im Prozess der Beruflichen Orientierung. Alle Beteiligten tauschen sich regelm\u00e4\u00dfig aus.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11420\" aria-describedby=\"caption-attachment-11420\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11420 size-medium\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240313_Berufsberatung_Dresden-14_isocoatedv2eci_RGB-300x189.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240313_Berufsberatung_Dresden-14_isocoatedv2eci_RGB-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240313_Berufsberatung_Dresden-14_isocoatedv2eci_RGB-1600x1008.jpg 1600w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240313_Berufsberatung_Dresden-14_isocoatedv2eci_RGB-768x484.jpg 768w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240313_Berufsberatung_Dresden-14_isocoatedv2eci_RGB-1536x968.jpg 1536w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240313_Berufsberatung_Dresden-14_isocoatedv2eci_RGB-2048x1291.jpg 2048w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240313_Berufsberatung_Dresden-14_isocoatedv2eci_RGB-1280x807.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11420\" class=\"wp-caption-text\">DER BERUFSWAHLPASS begleitet die Sch\u00fcler der 66. Oberschule Dresden von der 7. Klasse bis zum Schulabschluss<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine Besonderheit des Konzeptes ist die enge Kooperation mit Theegarten-Pactec, einem Dresdner Unternehmen f\u00fcr Verpackungsmaschinen in der N\u00e4he der 66. Oberschule. Teil dieser Kooperation sind gemeinsame Elternabende, Betriebsbesichtigungen, Unternehmenspr\u00e4sentationen und mehr. Egbert R\u00f6hm, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Unternehmens, ist zugleich auch Vorsitzender des Netzwerkes \u00bb<a href=\"https:\/\/schulewirtschaft-sachsen.de\/\">SCHULEWIRTSCHAFT Sachsen<\/a>\u00ab. Er engagiert sich, um Jugendlichen die Chance zu geben, den f\u00fcr sie passenden Weg zu finden.<\/p>\n<p>\u00bbIch glaube, wir haben als Gesellschaft ein gro\u00dfes Interesse daran, dass wir den jungen Menschen die Welt zeigen, die nach der Schule auf sie wartet. Die Berufsberatung oder eine Lehrwerkstatt k\u00f6nnen das allein nicht leisten. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler m\u00fcssen einen echten Einblick in die Arbeitswelt erhalten\u00ab, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11419\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-07_cmyk_isocoatedv2eci_RGB-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-07_cmyk_isocoatedv2eci_RGB-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-07_cmyk_isocoatedv2eci_RGB-1600x1067.jpg 1600w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-07_cmyk_isocoatedv2eci_RGB-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-07_cmyk_isocoatedv2eci_RGB-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-07_cmyk_isocoatedv2eci_RGB-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-07_cmyk_isocoatedv2eci_RGB-1800x1200.jpg 1800w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/240312Klasse-Schulpraktikanten-Grossschoenau-07_cmyk_isocoatedv2eci_RGB-1280x854.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Von der Zusammenarbeit profitieren beide Seiten. Die 66. Oberschule kann ihre BO-Angebote verbessern, und Egbert R\u00f6hm findet die dringend ben\u00f6tigten Fachkr\u00e4fte: \u00bbEinige ehemalige Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der 66. Oberschule sind inzwischen Auszubildende bei uns.\u00ab Auch f\u00fcr Andrea Erdmann von der Pestalozzi-Oberschule Gro\u00dfsch\u00f6nau zahlt sich das Engagement aus. Der Schule gelingt es, viele Jugendliche erfolgreich auf dem Weg in die berufliche Zukunft zu begleiten. \u00bbEine Sch\u00fclerin war nach ihren Praxistagen an der Grundschule so begeistert, dass sie jetzt das Abitur anstrebt und selbst Lehrerin werden m\u00f6chte. Ein anderer Sch\u00fcler hat enormes handwerkliches Talent, aber schlechte schulische Leistungen. Gemeinsam mit allen Beteiligten haben wir es geschafft, den Jungen zum Abschluss zu f\u00fchren, heute macht er seine Ausbildung in einem Handwerksbetrieb der Region. Das sind die Geschichten, die uns Mut machen.\u00ab<\/p>\n<h2>Gut zu wissen<\/h2>\n<p>Im Zuge des Projektes \u00bb<a href=\"https:\/\/www.bildungsland2030.sachsen.de\/\">Bildungsland Sachsen 2030<\/a>\u00ab soll die Berufsorientierung im Freistaat Sachsen k\u00fcnftig weiterentwickelt werden. Dabei geht es weniger um zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen, sondern darum, die schulische Berufsorientierung effektiver zu gestalten.<\/p>\n<h2>Die BO in Sachsen im \u00dcberblick<\/h2>\n<p>\u00bbMit der Vermittlung von Alltags- und Lebenskompetenz und durch Berufs- und Studienorientierung bereitet sie die Sch\u00fcler auf ein selbstbestimmtes Leben vor.\u00ab Das S\u00e4chsische Schulgesetz legt in \u00a7 1 Absatz 4 fest, dass die Berufs- und Studienorientierung zum Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule geh\u00f6rt.<\/p>\n<h2>4 Fragen an Saskia Heublein<\/h2>\n<p>Saskia Heublein leitet die Servicestelle Bildung bei der ENO mbH und setzt die Aufgaben der Regionalen Koordinierungsstelle f\u00fcr Berufliche Orientierung im Landkreis G\u00f6rlitz um.<\/p>\n<h3>Wie tr\u00e4gt Ihre RKO konkret zur Beruflichen Orientierung bei?<\/h3>\n<p>Wir vernetzen die Akteure miteinander \u2013 die Schullandschaft und die ans\u00e4ssigen Unternehmen. Dabei ist uns der Regionalbezug sehr wichtig: Wir versuchen mit verschiedenen Angeboten sichtbar zu machen, dass es sich wirklich lohnt, hier in der Region zu bleiben.<\/p>\n<h3>Sie haben verschiedene Instrumente entwickelt, um jungen Menschen berufliche Perspektiven in der Heimat zu geben. Welche sind das?<\/h3>\n<p>Das ist zum einen unser j\u00e4hrlicher \u00bbINSIDERATLAS\u00ab f\u00fcr Ausbildung und Studium im Landkreis G\u00f6rlitz, den wir gedruckt und digital (<a href=\"http:\/\/www.insider-goerlitz.de\">www.insider-goerlitz.de<\/a>) anbieten. Zum anderen veranstalten wir die gr\u00f6\u00dfte Messe (\u00bbINSIDERTREFF\u00ab) f\u00fcr Berufliche Orientierung im Landkreis \u2013 zuletzt mit rund 160 Ausstellern. In diesem Jahr wollen wir au\u00dferdem eine Praktikumsb\u00f6rse auf dem \u00bbONLINE-INSIDER\u00ab ins Leben rufen, damit auch kleinere Unternehmen, die nicht jedes Jahr ausbilden, sich pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Was w\u00fcnschen Sie sich, um die BO zu verbessern?<\/h3>\n<p>Neben einer zuverl\u00e4ssigen Finanzierung, um unsere Angebote zu verstetigen und weiterhin in dieser Form anbieten zu k\u00f6nnen, ist aktuell mein gro\u00dfer Wunsch, die Qualit\u00e4t unserer Produkte zu verbessern. Wir brauchen nicht mehr Angebote. Vielmehr wollen wir genau hinschauen, was die Unternehmen und nicht zuletzt die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wirklich brauchen. Deshalb werden wir in diesem Jahr auch eine Sch\u00fclerumfrage durchf\u00fchren.<\/p>\n<h3>Wo sehen Sie die St\u00e4rken der BO in Sachsen?<\/h3>\n<p>Das System der Beruflichen Orientierung in Sachsen ist ausgezeichnet \u2013 und wir RKO tragen dazu bei. Auch die Praxisberaterinnen und -berater, die Lernende an Oberschulen begleiten, sind enorm wertvoll. Ich w\u00fcnsche mir, dass es die Praxisberatung fl\u00e4chendeckend und f\u00fcr alle Schulformen gibt \u2013 die BO muss auch an Gymnasien pr\u00e4senter sein. Eine weitere ma\u00dfgebliche St\u00e4rke ist das Netzwerk \u00bbSCHULEWIRTSCHAFT Sachsen\u00ab: Alle Akteure arbeiten zusammen, um den Jugendlichen berufliche Perspektiven im Freistaat zu geben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/publikationen.sachsen.de\/bdb\/artikel\/43823\" data-auto-event-observed=\"true\">Weitere spannende Beitr\u00e4ge lesen Sie in unserer neuen KLASSE<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2024\/04\/10\/neue-welt-des-lernens\/\">Neue Welt des Lernens<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Antje Tiefenthal<\/p>\n<p>Fotos: Uwe Meinhold <span class=\"css-1qaijid r-bcqeeo r-qvutc0 r-poiln3\">|<\/span> Matthias Rietschel<\/p>\n<p>* Namen von der Redaktion ge\u00e4ndert<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Niveau der schulischen Berufsorientierung (BO) im Freistaat Sachsen ist im Vergleich zu anderen Bundesl\u00e4ndern hoch: Viele Akteure arbeiten mit passgenauen Angeboten gemeinsam daran, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf die Arbeitswelt vorzubereiten. 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