{"id":11323,"date":"2024-03-07T08:20:24","date_gmt":"2024-03-07T07:20:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=11323"},"modified":"2024-05-16T16:45:03","modified_gmt":"2024-05-16T14:45:03","slug":"neues-bildungsangebot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2024\/03\/07\/neues-bildungsangebot\/","title":{"rendered":"Neues Bildungsangebot soll jugendlichen Fl\u00fcchtlingen eine Perspektive geben"},"content":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen jugendliche Fl\u00fcchtlinge mit keiner oder stark unterbrochener Bildungslaufbahn in Schulen und Arbeitsmarkt integriert werden? Das Kultusministerium versucht mit einem neuen Bildungsangebot diesen Jugendlichen eine Perspektive zu bieten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Immer wieder erreichen jugendliche Fl\u00fcchtlinge im Alter von etwa 15 Jahren den Freistaat Sachsen. Viele waren jahrelang auf der Flucht. Die meisten von ihnen haben zuvor eine Schule nur selten oder gar nicht besucht. Aufgrund ihres Alters ist eine Integration der Gefl\u00fcchteten in eine Schule kaum m\u00f6glich und auch nicht sinnvoll. Auf etwa 500 wird ihre Zahl gesch\u00e4tzt. \u00bbDiese Jugendlichen haben durch fehlende Sprach- und schulische Basiskenntnisse kaum Anschlussperspektiven. Um diesen Gefl\u00fcchteten dennoch eine Zukunft zu erm\u00f6glichen, m\u00fcssen wir kreative Wege gehen\u00ab, macht Kultusminister Christian Piwarz deutlich.<\/p>\n<h2>Wie lange dauert das Bildungsangebot?<\/h2>\n<p>Das neue Bildungsangebot \u00bbLernen durch Praxis\u00ab ist genau f\u00fcr diese besondere Personengruppe konzipiert und zugeschnitten worden. Das Pilotprojekt greift auf Bew\u00e4hrtes zur\u00fcck und orientiert sich an der Integrationskonzeption und am Berufsvorbereitungsjahr. Es wurden aber auch extra neue Lernmodule entwickelt. Ziel ist, gefl\u00fcchtete Jugendliche ab 15 Jahren innerhalb von drei Jahren sprachlich und fachlich gepaart mit intensivem Praxislernen zur Ausbildungsreife oder in Besch\u00e4ftigung zu f\u00fchren. \u00bbDas ist zugegeben ein sehr ehrgeiziges Unterfangen. Aber wenn wir die Anstrengungen nicht unternehmen, werden die Probleme sp\u00e4ter noch viel gr\u00f6\u00dfer\u00ab, so Kultusminister Christian Piwarz.<\/p>\n<h2>Wie ist das Pilotprojekt aufgebaut?<\/h2>\n<p>Das Bildungsangebot \u00bbLernen durch Praxis\u00ab erstreckt sich \u00fcber drei Jahre und teilt sich in zwei organisatorische Phasen. Im ersten Jahr lernen die Gefl\u00fcchteten in speziellen Vorbereitungsklassen an Berufsschulzentren intensiv Deutsch als Zweitsprache. Teilweise k\u00f6nnen bereits im ersten Jahr auch Praktika in Betrieben oder Werkst\u00e4tten der Schule durchgef\u00fchrt werden. Ab dem zweiten Jahr beginnt die zweite Phase, die \u00fcber zwei Jahre reicht. Hier gibt es nur noch an zwei Tagen Unterricht: im Fach Deutsch als Zweitsprache und zum Erwerb schulischer Basiskenntnisse. An den weiteren Tagen erwerben die Jugendlichen praktische Erfahrungen und berufspraktische Kompetenzen in den Werkst\u00e4tten des Berufsschulzentrums oder in Betrieben vor Ort. F\u00fcr das Bildungsprojekt \u00bbLernen durch Praxis\u00ab gelten die Lehrpl\u00e4ne f\u00fcr Deutsch als Zweitsprache mit Grundlagen der Ausbildungsreife und Berufsorientierung und des Berufsvorbereitungsjahres. \u00bbMit der intensiven Verzahnung von Unterricht an der Schule und den Praktika in Betrieben f\u00f6rdern wir zugleich die soziale Integration der Jugendlichen\u00ab, so Kultusminister Christian Piwarz.<\/p>\n<h2>Gibt es personelle Unterst\u00fctzung?<\/h2>\n<p>Organisatorisch angebunden ist das neue Bildungsangebot an dem bestehenden Bildungsgang des zweij\u00e4hrigen Berufsvorbereitungsjahres. Damit stehen den Jugendlichen neben den Lehrkr\u00e4ften auch Praxisbegleiter und Sozialp\u00e4dagogen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h2>Wo startet das neue Bildungsangebot?<\/h2>\n<p>Den Anfang machen drei Berufsschulzentren in Hoyerswerda, Leipzig und Pirna: Dort nehmen seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres* die ersten Fl\u00fcchtlinge das neue Bildungsangebot wahr. Das Pilotprojekt soll im kommenden Schuljahr 2024\/2025 mit zwei weiteren Berufsschulzentren in Chemnitz und Zwickau auf insgesamt f\u00fcnf Standorte ausgedehnt werden. Unterst\u00fctzung findet das Bildungsangebot durch die Berufsagentur f\u00fcr Arbeit und Unternehmen in der jeweiligen Region.<\/p>\n<p>*Zun\u00e4chst hatten wir vom zweiten Schuljahr geschrieben. Das war nicht korrekt. Es muss \u00bbzweites Schulhalbjahr\u00ab hei\u00dfen.\u00a0 Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. Vielen Dank an die aufmerksame Leserin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen jugendliche Fl\u00fcchtlinge mit keiner oder stark unterbrochener Bildungslaufbahn in Schulen und Arbeitsmarkt integriert werden? 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