{"id":10895,"date":"2023-08-17T11:00:15","date_gmt":"2023-08-17T09:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=10895"},"modified":"2023-08-28T08:27:15","modified_gmt":"2023-08-28T06:27:15","slug":"neues-schuljahr-startet-mit-neuen-lehrkraeften-und-digitalen-modulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2023\/08\/17\/neues-schuljahr-startet-mit-neuen-lehrkraeften-und-digitalen-modulen\/","title":{"rendered":"Neues Schuljahr startet mit neuen Lehrkr\u00e4ften und digitalen Modulen"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr rund 536.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler beginnt am 21. August wieder die Schule. \u00dcber 1.000 neue Lehrerinnen und Lehrer und neue E-Learning Module wird es geben.<!--more--><\/p>\n<p>Im neuen Schuljahr sollen nach den Worten von Kultusminister Christian Piwarz verst\u00e4rkt digitale Selbstlernmodule zum Einsatz kommen.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbDas selbstst\u00e4ndige und selbstorganisierte Lernen wird zunehmend zu einer Schl\u00fcsselkompetenz des 21. Jahrhunderts. Zuk\u00fcnftig kommt es immer st\u00e4rker darauf an, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zum selbstorganisierten Lernen zu bef\u00e4higen. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen und sollen die digitalen Module von den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern auch genutzt werden, wenn Lehrkr\u00e4fte ausfallen\u00ab,<\/p><\/blockquote>\n<p>begr\u00fcndete Kultusminister Christian Piwarz die Ma\u00dfnahme.<\/p>\n<h2>Mehr Digitale Bildung an Sachsens Schulen<\/h2>\n<p>Das Landesamt f\u00fcr Schule und Bildung hat mit Hilfe von Fachberatern 63 digitale Selbstlernmodule f\u00fcr 16 Unterrichtsf\u00e4cher beginnend von der Klassenstufe 3 bis 13 entwickelt, welche auf den Zielen und Inhalten der Lehrpl\u00e4ne fu\u00dfen. Die Schulen sind angehalten die Module &#8211; wann immer m\u00f6glich &#8211; einzusetzen.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbDie Module erm\u00f6glichen den Sch\u00fclern einerseits ein cooles Lernen und entlasten andererseits die Lehrkr\u00e4fte bei der Unterrichtsvorbereitung\u00ab,<\/p><\/blockquote>\n<p>so der Minister. 43 weitere digitale Module werden derzeit entwickelt. Die Module erm\u00f6glichen den Sch\u00fclern einerseits ein cooles Lernen und entlasten andererseits die Lehrkr\u00e4fte bei der Unterrichtsvorbereitung. Einige der digitalen Module sind allein zum Selbstlernen entwickelt worden, andere gehen von einer Lehrkraft aus, die im Unterricht das Lernen begleitet. Die eLearning Module gibt es hier: <a href=\"https:\/\/module-sachsen.dilewe.de\/\">Digital lernen und unterrichten (dilewe.de)<\/a><\/p>\n<h2>Digitales Selbstlernen auch im DAZ-Unterricht<\/h2>\n<p>Digitale Bildung erh\u00e4lt auch im Unterricht f\u00fcr das Fach \u00bbDeutsch als Zweitsprache\u00ab Einzug. Allen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern in Vorbereitungsklassen wird eine digitale Lernplattform angeboten. Die E-Learning-Plattform \u00bbMintiCity\u00ab ist speziell f\u00fcr Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 17 Jahren entwickelt worden. Bis zu 10.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen im Wechsel mit Pr\u00e4senzunterricht damit arbeiten. Kein anderes Bundesland setzt so umfassend wie Sachsen diese digitale E-Learning-Plattform ein. Schulen k\u00f6nnen sich bei Interesse an Lizenzen f\u00fcr die Lernplattform an das Landesamt f\u00fcr Schule und Bildung, Standort Radebeul wenden.<\/p>\n<h2>Einstellungszahlen zum neuen Schuljahr<\/h2>\n<p>In Vorbereitung des Schuljahresstarts sind insgesamt 1.120 (1085,5 VZ\u00c4) neue Lehrkr\u00e4fte und p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte eingestellt worden. Die meisten Einstellungen gab es f\u00fcr Grundschulen (314 Personen\/305,8 VZ\u00c4) und Gymnasien (286\/274,7), gefolgt von Oberschulen (213\/208,8), F\u00f6rderschulen (213\/207,0) und Berufsbildenden Schulen (83\/78,5) sowie den Gemeinschaftsschulen (11\/10,7).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-10896\" src=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/23_08_16_einstellungen_231.png\" alt=\"\" width=\"1698\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/23_08_16_einstellungen_231.png 1698w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/23_08_16_einstellungen_231-300x76.png 300w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/23_08_16_einstellungen_231-1600x403.png 1600w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/23_08_16_einstellungen_231-768x194.png 768w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/23_08_16_einstellungen_231-1536x387.png 1536w, https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/23_08_16_einstellungen_231-1280x323.png 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1698px) 100vw, 1698px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/23_08_16_einstellungen_231.pdf\">Download der Tabelle \u00bbEinstellungen Schuljahr 2023\/2024\u00ab als pdf-Datei<\/a><\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWir h\u00e4tten nat\u00fcrlich gern mehr ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer eingestellt. Das gilt weniger f\u00fcr die Grundschulen. Hier gelingt es uns zunehmend besser, Lehrerinnen und Lehrer zu gewinnen. Schwer f\u00e4llt es uns jedoch bei fast allen anderen Schularten und vor allem f\u00fcr die l\u00e4ndlichen Regionen. Aber aufgrund der Bewerberlage war nicht mehr m\u00f6glich. Die Unterrichtsabsicherung bleibt eine gro\u00dfe Herausforderung. Wir stehen erneut vor einem schwierigen Schuljahr\u00ab,<\/p><\/blockquote>\n<p>kommentierte Kultusminister Christian Piwarz die Einstellungszahlen.<\/p>\n<p>Der Minister zeigte sich jedoch erfreut dar\u00fcber, dass mit 825 Lehrkr\u00e4ften 92 Prozent der grundst\u00e4ndig ausgebildeten Bewerber, auch gebunden werden konnten. Davon haben 593 das Referendariat in Sachsen abgeschlossen. Eingestellt wurden auch 165 Personen, die ihren Lehramtsabschluss in einem anderen Bundesland erworben haben.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbDiese Zahlen zeigen, dass der Schuldienst in Sachsen attraktiv ist\u00ab,<\/p><\/blockquote>\n<p>so der Minister.<\/p>\n<p>Hinter den 1.120 eingestellten Personen stehen insgesamt 959 (927,1 VZ\u00c4) grundst\u00e4ndig ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer sowie p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte. Hinzu kommen noch 161 (158,4 Vz\u00c4) Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die sich seit dem 1. Mai in der Einstiegsqualifizierung befanden und nun beginnen, zu unterrichten.<\/p>\n<p>Im Vorfeld des Schuljahres hatten sich 896 grundst\u00e4ndig ausgebildete Lehrkr\u00e4fte beworben, davon rund 70 Prozent f\u00fcr die Ballungsr\u00e4ume Dresden und Leipzig.<\/p>\n<h2>Faire Integration kriegsgefl\u00fcchteter Kinder und Jugendlicher aus der Ukraine<\/h2>\n<p>F\u00fcr das neue Schuljahr gelten auch neue Ma\u00dfgaben f\u00fcr den Schulbesuch ukrainischer Kinder und Jugendlicher.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbAngesichts der traurigen Gewissheit, dass der Krieg in der Ukraine andauern wird und die ukrainischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler l\u00e4nger in Sachsen bleiben werden, muss die Integration dieser Kinder und Jugendlichen genauso im Zentrum stehen, wie dies f\u00fcr Zugewanderte anderer Nationalit\u00e4ten bereits geschieht. Es ist gegen\u00fcber den gefl\u00fcchteten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern aus der Ukraine ein Gebot der Gerechtigkeit, sie nicht mehr separat zu unterrichten, sondern ihnen die gleiche M\u00f6glichkeit zur Integration in das schulische und gesellschaftliche Leben zu schaffen, wie f\u00fcr andere zugewanderte Kinder und Jugendliche auch\u00ab,<\/p><\/blockquote>\n<p>unterstrich Kultusminister Christian Piwarz.<\/p>\n<p>Wurden mit Beginn des Angriffskrieges aus pragmatischen Gr\u00fcnden f\u00fcr etwa 7.500 ukrainische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler 450 rein ukrainische Vorbereitungsklassen gebildet, wird es diese ab dem neuen Schuljahr nicht mehr geben. Die ukrainischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler werden mit Beginn des neuen Schuljahres 2023\/2024 in die zweite von drei Integrationsetappen eingegliedert werden. Das hei\u00dft, sie besuchen gemeinsam mit anderen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschlie\u00dflich Deutsch ist, eine Vorbereitungsklasse und werden bei ausreichenden deutschen Sprachkenntnissen schrittweise in die Regelklassen integriert. Ziel ist die Vollintegration in einer Regelklasse, um den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern echte Bildungsperspektiven in Sachsen zu schaffen.<\/p>\n<p>Auch werden die Integrationsleistungen der Schulen auf mehrere Schularten verteilt werden. Bisher \u00fcbernahmen Grundschulen und Oberschulen weit \u00fcberproportional die Aufgabe der Integration. Im neuen Schuljahr werden deutlich mehr Schulen die Integrationsaufgaben tragen. Auch Gymnasien sind in die Integration der ukrainischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler einbezogen worden und werden sich st\u00e4rker als bisher dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe stellen.<\/p>\n<p>Neu ist auch, dass 137 Lehrkr\u00e4fte, die sich im Rahmen der bislang befristeten Anstellung im Kontext des Ukrainekrieges bew\u00e4hrt haben und im Regelunterricht anderer F\u00e4cher einsetzbar sind, zum neuen Schuljahr unbefristet weiterbesch\u00e4ftigt werden. Dar\u00fcber hinaus werden nach vorl\u00e4ufigen Zahlen 495 P\u00e4dagogen und Assistenzkr\u00e4fte weiterhin befristet weiterbesch\u00e4ftigt und in Vorbereitungsklassen eingesetzt.<\/p>\n<h2>Mehr Assistenzkr\u00e4fte zur Entlastung der Schulen<\/h2>\n<p>Um die Schulen in der angespannten Personalsituation zu unterst\u00fctzen, werden im neuen Schuljahr die Stellen f\u00fcr Assistenzkr\u00e4fte von 472 um 172 Stellen erh\u00f6ht. Die neuen Kolleginnen und Kollegen werden befristet als Schulverwaltungsassistenten an F\u00f6rderschulen und Berufsschulzentren t\u00e4tig sein. Inklusive der Assistenzkr\u00e4fte, die in der Beschulung von ukrainischen Kriegsfl\u00fcchtlingen t\u00e4tig sind, werden damit etwa 853 Personen als p\u00e4dagogische Schulassistenten, Sprach- und Integrationsmittler oder als Schulverwaltungsassistenten die Schulen unterst\u00fctzen und Lehrerinnen und Lehrer entlasten.<\/p>\n<h2>Zahlen<\/h2>\n<p>Im neuen Schuljahr 2023\/2024 besuchen mehr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Schulen als im vorangegangenen Schuljahr. Nach vorl\u00e4ufigen Zahlen steigt die Sch\u00fclerzahl von insgesamt 508.881 auf etwa 536.470 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Den gr\u00f6\u00dften Zuwachs haben mit ca. 455.200 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern (Vorjahr 429.574) die \u00f6ffentlichen Schulen erfahren. Auch die Sch\u00fclerzahl an Schulen in freier Tr\u00e4gerschaft ist leicht gestiegen von 79.307 auf etwa 81.270.<\/p>\n<p>Bei den Zahlen der \u00f6ffentlichen und freien Schulen gab es weniger Bewegung. W\u00e4hrend es im letzten Schuljahr insgesamt 1.380 Schulen in \u00f6ffentlicher Tr\u00e4gerschaft gab, sind es im Schuljahr 2023\/2024 genau 1.381. Die Zahl der Schulen in freier Tr\u00e4gerschaft steigt von 416 auf 422.<\/p>\n<h2>Programm Kapitalisierung von Lehrerarbeitsverm\u00f6gen<\/h2>\n<p>Mit dem Beginn des Schuljahres 2023\/2024 wird die Anzahl der an der Budgetierung von Lehrerarbeitsverm\u00f6gen teilnehmenden Schulen von derzeit 114 Schulen auf dann 400 Schulen erh\u00f6ht. Mit dem Budget k\u00f6nnen die Schulen eigenst\u00e4ndig externes Personal gewinnen. Die Mittel k\u00f6nnen f\u00fcr s\u00e4mtliche Aufgaben eingesetzt werden, die auch von einer Lehrkraft \u00fcbernommen werden k\u00f6nnten, au\u00dferhalb des eigenst\u00e4ndigen Unterrichtens. Die Budgetierung von Lehrerarbeitsverm\u00f6gen erm\u00f6glicht damit, dass bestehende Mangelsituationen zumindest teilweise kompensiert, die Lehrkr\u00e4fte entlastet und deren Fokus durch die gewonnene Unterst\u00fctzung auf das Unterrichten gelenkt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr rund 536.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler beginnt am 21. 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