{"id":10827,"date":"2023-07-28T08:00:10","date_gmt":"2023-07-28T06:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=10827"},"modified":"2023-11-13T11:46:30","modified_gmt":"2023-11-13T10:46:30","slug":"damit-das-schulleben-nicht-alt-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2023\/07\/28\/damit-das-schulleben-nicht-alt-wird\/","title":{"rendered":"\u00bbDamit das Schulleben nicht alt wird\u00ab"},"content":{"rendered":"<p>In unserem Format \u00bbHinter den Kultus-Kulissen\u00ab sprechen wir heute mit Dominik David von Somm. Er absolviert bei uns eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten \u2013 und steht inzwischen kurz vor seinem Abschluss.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Hallo Dominik! Stell dich doch gern kurz vor.<\/h2>\n<p>Hallo, ich bin Dominik, 19 Jahre alt, in Radeberg geboren. Seit drei Jahren bin ich hier im Kultusministerium und absolviere meine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten \u2013 und stehe jetzt kurz vor meinem Abschluss.<\/p>\n<h2>Ein paar Worte zu deiner Ausbildung, bitte!<\/h2>\n<p>Ganz konkret absolviere ich eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in der Fachrichtung Kommunal- und Landesverwaltung. Dabei habe ich eine Menge mit Verwaltungsrecht zu tun, so zum Beispiel mit dem Verwaltungsverfahrensgesetz. Auch Kommunalrecht spielt eine wichtige Rolle, also Fragen wie: Was macht ein B\u00fcrgermeister? Was macht ein Rathaus? Auf der anderen Seite besch\u00e4ftige ich mich auch mit Landesrecht: Wie l\u00e4uft es in der S\u00e4chsischen Staatsregierung oder im Landtag ab?<\/p>\n<h2>Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus?<\/h2>\n<p>Zuerst: Computer hochfahren, E-Mails und Anrufe checken. W\u00e4hrenddessen kocht mein Teewasser (ich bin kein Kaffeetrinker). Dann pr\u00fcfe ich, welche Akten bearbeitet werden m\u00fcssen. Daf\u00fcr haben wir ein Aktenverwaltungsprogramm und wissen somit genau, wann welche Aufgabe erledigt sein muss. In der Verwaltung ist es f\u00fcr mich jeden Tag aufs Neue spannend \u2013 auch, weil es t\u00e4glich neue Aufgaben gibt.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr diesen abwechslungsreichen Arbeitsalltag war die Auszeichnung der besten Absolventinnen und Absolventen der Oberschulen in der Frauenkirche. Als Sch\u00fcler hatte ich leider nicht die M\u00f6glichkeit, dabei zu sein. Deshalb war es f\u00fcr mich umso sch\u00f6ner, jetzt als Auszubildender an der Veranstaltung mitwirken zu k\u00f6nnen. Dahinter steckt so viel Arbeit \u2013 das h\u00e4tte ich nicht gedacht. Angefangen bei der Buchung der Frauenkirche als Veranstaltungsort, \u00fcber die Sch\u00fclermeldungen bis hin zu den Urkunden, die vorbereitet werden m\u00fcssen. Daf\u00fcr war ich oft in der Staatskanzlei, um die Gl\u00fcckwunschschreiben des Ministerpr\u00e4sidenten abzuholen. Es gibt so viele Schritte, die beachtet werden m\u00fcssen, bis die Veranstaltung letztlich stattfindet. F\u00fcr mich war es ein tolles Erlebnis, am Ende der Arbeit ein so sch\u00f6nes Ergebnis vor Ort sehen und erleben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Hinter den Kultus-Kulissen mit Dominik\" width=\"880\" height=\"495\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ViDUIVpNqj0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h2>Warum hast du dich ausgerechnet f\u00fcr eine Ausbildung im SMK entschieden?<\/h2>\n<p>2020 habe ich meinen Realschulabschluss gemacht und dann war nat\u00fcrlich die Frage: Was will ich eigentlich beruflich machen? Ich liebte es schon immer, zu organisieren, Projekte vorzubereiten und am Ende das Ergebnis zu sehen. Und: Ich habe eine Tante, die in der Stadtverwaltung Dresden arbeitet \u2013 weswegen der Weg in die Verwaltung f\u00fcr mich schon ein wenig geebnet war. Dort habe ich auch mein Praktikum absolviert.<\/p>\n<p>Ich hatte mich dann bei verschiedenen Beh\u00f6rden beworben und das Gl\u00fcck, hier im Kultusministerium angenommen worden zu sein. So kam ich zu meiner Ausbildung und bereue es bis heute auf jeden Fall nicht.<\/p>\n<h2>Was motiviert dich, t\u00e4glich f\u00fcr die Bildung in Sachsen zu arbeiten?<\/h2>\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt, kam ich 2020, als ich meine Ausbildung begann, frisch von der Schule und nat\u00fcrlich nimmt man als Sch\u00fcler unheimlich viel aus seinem Schulleben mit. Nun war ich in dem Bereich angekommen, der \u00fcber meinen Schulbereich entscheidet. Und das ist genau das, was mich jeden Tag antreibt: Hier auch Neuerungen, frische, junge Ideen mit einzubringen \u2013 damit das Schulleben nicht alt wird. Denn das ist doch das wichtigste f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, f\u00fcr Kinder und Jugendliche \u2013 in der Schule verbringen sie die meiste Zeit<\/p>\n<h2>Was war der bisher sch\u00f6nste oder erinnerungsw\u00fcrdigste Moment bei deiner Arbeit? Worauf bist du besonders stolz?<\/h2>\n<p>Ganz klar: Als ich meine Abschlusspr\u00fcfungen vor wenigen Wochen erfolgreich abgeschlossen habe. Das Gef\u00fchl danach, zu wissen, ich habe es geschafft, ich kann endlich in den richtigen Arbeitsalltag starten, kann Aufgaben \u00fcbernehmen, kann selbstst\u00e4ndig arbeiten, das ist eine Freiheit, die ich jetzt genie\u00dfe und darauf bin ich auch sehr stolz.<\/p>\n<h2>K\u00f6nntest du ein Zukunftsfach f\u00fcr Schulen w\u00e4hlen: Welches w\u00e4re das und warum?<\/h2>\n<p>Eine Art \u00bbKommunikations- und Selbstbewusstseinsfach\u00ab. Mit 16 Jahren habe ich pers\u00f6nlich gemerkt: Mit Beginn meiner Ausbildung kam ich in ein Haus voller Erwachsener, war noch jung und musste schnell damit zurechtkommen, selbstbewusst zu sein. Ich musste mich verkaufen, kommunizieren k\u00f6nnen \u2013 und das fiel mir als \u00bbgerade-noch-Sch\u00fcler\u00ab unheimlich schwer. Das hatte ich in der Schule nicht gelernt. Gerade in der heutigen Zeit finde ich es aber unfassbar wichtig, gut auftreten zu k\u00f6nnen, zu wissen, wie man sich richtig \u00bbverkauft\u00ab.<\/p>\n<h2>Noch eine pers\u00f6nlichere Frage: Womit verbringst du am liebsten deine Freizeit? Was zeichnet dich au\u00dferhalb deines Jobs aus?<\/h2>\n<p>Ich bin seit mehr als sieben Jahren leidenschaftlicher Tennisspieler. In meiner Kindheit war ich eigentlich Fu\u00dfballspieler, habe mich dann aber entschieden, damit aufzuh\u00f6ren und hatte ein Jahr eine Sportpause. Aber ich brauchte schon immer den sportlichen Wettkampf, das treibt mich an. Als dann 2016 eine deutsche Tennisspielerin ein gro\u00dfes Turnier gewann, hat mich das inspiriert. Inzwischen ist dieser Sport meine absolute Leidenschaft. Ich trainiere bis zu viermal pro Woche. Das macht mir sehr viel Spa\u00df. Im n\u00e4chsten Jahr werde ich meine Trainerausbildung starten.<\/p>\n<h2>Noch mehr Einblicke hinter die Kultus-Kulissen?<\/h2>\n<p>Gibt es hier:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2023\/05\/22\/jeder-tag-ohne-sicherheitsvorfall-ist-ein-guter-tag\/\">Hinter den Kultus-Kulissen mit Andy<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2023\/04\/24\/bildung-ist-eines-der-wichtigsten-themen-die-wir-haben\/\">Hinter den Kultus-Kulissen mit Christopher<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserem Format \u00bbHinter den Kultus-Kulissen\u00ab sprechen wir heute mit Dominik David von Somm. 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