{"id":10155,"date":"2022-08-25T11:00:52","date_gmt":"2022-08-25T09:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/?p=10155"},"modified":"2022-09-02T10:17:47","modified_gmt":"2022-09-02T08:17:47","slug":"neues-schuljahr-startet-die-fakten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/index.php\/2022\/08\/25\/neues-schuljahr-startet-die-fakten\/","title":{"rendered":"Neues Schuljahr startet \u2013 die Fakten"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr rund <strong>502.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<\/strong> beginnt am 29. August ein neues Schuljahr.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWir starten ganz normal in das neue Schuljahr. Der Schulbetrieb wird ohne coronabedingte Einschr\u00e4nkungen stattfinden\u00ab,<\/p><\/blockquote>\n<p>freute sich Kultusminister Christian Piwarz. <!--more-->Der Minister verwies auf den Herbstplan, der einen Basisschutz vor Corona und anderen Atemwegserkrankungen vorsieht. Neben den bekannten Hygieneregeln sollen bis zum Ende der Oktoberferien alle Unterrichtr\u00e4ume mit Co2-Ampeln f\u00fcr rund 10 Millionen Euro ausgestattet werden. Sachsen folgt hier den Empfehlungen des Expertenrates der Bundesregierung.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbNat\u00fcrlich werden wir das Infektionsgeschehen an Schulen weiter sorgsam verfolgen. Sollte sich das Pandemiegeschehen verst\u00e4rken, wird mit Augenma\u00df und nach Abw\u00e4gung aller p\u00e4dagogischen und infektiologischen Gesichtspunkte \u00fcber weitere Schutzma\u00dfnahmen entschieden\u00ab,<\/p><\/blockquote>\n<p>machte der Minister deutlich.<\/p>\n<h2>1.024 neu eingestellte Lehrer<\/h2>\n<p>In Vorbereitung des Schuljahresstarts sind insgesamt <strong>1.024 neue Lehrkr\u00e4fte <\/strong>eingestellt worden. Die meisten Einstellungen gab es f\u00fcr Gymnasien (306) und Grundschulen (299), gefolgt von Oberschulen (186), F\u00f6rderschulen (143) und Berufsbildenden Schulen (90).<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbTrotz schwieriger Bewerbersituation konnten wir \u00fcber 1.000 Einstellungen erreichen\u00ab,<\/p><\/blockquote>\n<p>so Piwarz, der zugleich darauf hinwies:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWir h\u00e4tten uns noch mehr neue Lehrerinnen und Lehrer gew\u00fcnscht, aber die in den vergangenen Jahren erh\u00f6hten Studienkapazit\u00e4ten von 1.000 auf 2.700 Pl\u00e4tze spiegeln sich noch nicht in den Bewerberzahlen wider. Insgesamt bleibt damit die Lage bei der Unterrichtsversorgung angespannt.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Erfreulich sei, dass die Zahl der grundst\u00e4ndig ausgebildeten Lehrkr\u00e4fte nahezu stabil geblieben ist und die Quote der Seiteneinsteiger weiter sinkt. Aktuell liegt der Anteil der Seiteneinsteiger bei rund 12 Prozent. Vor Jahren betrug dieser Wert noch \u00fcber 30 Prozent. Hinter den 1.024 eingestellten Personen stehen insgesamt 903 grundst\u00e4ndig ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer und p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte (davon 60). Zu den grundst\u00e4ndig ausgebildeten Lehrkr\u00e4ften kommen noch 121 Seiteneinsteiger hinzu, die sich seit dem 1. Mai in der Einstiegsqualifizierung befinden und nun anfangen vor der Klasse zu unterrichten.<\/p>\n<p>Dass die Ma\u00dfnahmen zur Lehrergewinnung wirken, zeigt auch, dass unter den 1.024 Lehrkr\u00e4ften 151 Lehrerinnen und Lehrer (Vorjahr: 151) eingestellt wurden, die ihre Ausbildung in einem anderen Bundesland absolviert haben. Au\u00dferdem befinden sich unter den 1.024 weitere 35 Neueinstellungen von Lehrkr\u00e4ften, die aus anderen Bundesl\u00e4ndern im Tauschverfahren nach Sachsen gekommen. Im Gegenzug verlie\u00dfen 21 Lehrerinnen und Lehrer den Freistaat. Im Saldo konnten so zus\u00e4tzlich 14 Lehrerinnen und Lehrer gewonnen werden.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbDas zeigt, die Verbeamtung hat den negativen Trend der Abwanderung gestoppt\u00ab,<\/p><\/blockquote>\n<p>stellte Piwarz klar. Vor der Verbeamtung sei das Saldo immer negativ f\u00fcr Sachsen ausgefallen.<\/p>\n<p>Der Minister zeigte sich mit Blick auf die weiteren Einstellungen positiv:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIm Laufe des Schuljahres werden wir bestehende L\u00fccken noch reduzieren k\u00f6nnen. So werden voraussichtlich im Februar rund 700 s\u00e4chsische Referendare ihre Lehrerausbildung abschlie\u00dfen, die dann f\u00fcr die Einstellungen zum 1.2.2023 zur Verf\u00fcgung stehen\u00ab.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch f\u00fcr den Seiteneinstieg im zweiten Halbjahr haben sich bereits 462 Personen beworben. Um die s\u00e4chsischen Lehrkr\u00e4fte dar\u00fcber hinaus zu entlasten, stehen den Schulen weiterhin 453 Assistenzkr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung, die mit dem Doppelhaushalt 2023\/2024 entfristet werden sollen.<\/p>\n<p>Im Vorfeld des Schuljahres hatten sich 890 vollst\u00e4ndig grundst\u00e4ndig ausgebildete Lehrkr\u00e4fte beworben, mit 401 Bewerbern die meisten f\u00fcr die Schulart Gymnasium und insgesamt rund 69 Prozent f\u00fcr die Ballungsr\u00e4ume Dresden und Leipzig. Um m\u00f6glichst viele der ausgebildeten Lehrkr\u00e4fte binden zu k\u00f6nnen, hatte das Kultusministerium dem Landesamt f\u00fcr Schule und Bildung erm\u00f6glicht, 1.500 Stellen zu besetzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bildung.sachsen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/22_08_25_einstellungen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber sowie Anzahl der geplanten und realisierten Einstellungen\u00a0 im Schuljahr 2022\/2023<\/a> (Tabellarische Darstellung)<\/p>\n<h2>Aufholen nach Corona<\/h2>\n<p>Bis Ende des Schuljahres 2022\/2023 stehen aus dem Programm \u00bbAufholen nach Corona\u00ab rund 30 Millionen Euro f\u00fcr unterrichtserg\u00e4nzende und unterrichtsintegrierte F\u00f6rder- und Nachhilfeangebote zur Verf\u00fcgung. Allein im letzten Schuljahr haben die Schulen 9.000 best\u00e4tigte Dienstleistungsvertr\u00e4ge mit einem gebundenen Volumen von reichlich 12,5 Millionen Euro geschlossen. Damit nutzen fast alle Schulen (1140 Schulen = 82 Prozent) das Programm, um ihre Sch\u00fcler fit zu machen.<\/p>\n<h2>Herausforderungen im neuen Schuljahr<\/h2>\n<blockquote><p>\u00bbNeben der Lehrkr\u00e4ftegewinnung, Unterrichtsversorgung und Corona stehen noch eine Reihe anderer Herausforderungen vor unseren Schulen\u00ab,<\/p><\/blockquote>\n<p>betonte Piwarz. So sei das System Schule bei der Aufnahme ukrainischer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bereits jetzt \u00fcber der Belastungsgrenze.<\/p>\n<p>\u00bbUnser Ziel ist es, dass die ukrainischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die deutsche Sprache erlernen, um so die Integration zu erm\u00f6glichen. Unsere Schulen sind hier gut vorbereitet, aber wir werden auch flexibel handeln m\u00fcssen\u00ab,<\/p>\n<p>stellte Piwarz klar. Aktuell gibt es knapp 10.000 Anmeldungen, davon sind knapp 9.000 ukrainische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an den Schulen angekommen (zus\u00e4tzlich 600 an freien Schulen). F\u00fcr das Schuljahr 2022\/2023 konnten daf\u00fcr bisher 416 Personen eingestellt werden, davon 338 Lehrkr\u00e4fte und 78 Schulassistentinnen und Schulassistenten. Die Einstellungen laufen weiter.<\/p>\n<p>Der Ukraine-Krieg f\u00fchrt zudem zu einem angespannten Energiemarkt, der auch Kindertageseinrichtungen und Schulen betrifft. Der Minister machte hier deutlich:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbKindertageseinrichtungen und Schulen sind nach dem Notfallplan Gas gesch\u00fctzt. Sie werden mit Priorit\u00e4t versorgt. Schulen bleiben offen und es wird kein Kind frieren m\u00fcssen. Das muss bei allen Planungen das Ziel sein.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Gleichzeitig sind auch Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung aufgerufen, vorhandene Energiesparpotenziale zu nutzen. Jede Energiesparma\u00dfnahme tr\u00e4gt dazu bei, den Eintritt einer Notfallsituation im kommenden Winter zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund befinden sich das S\u00e4chsische Staatsministerium f\u00fcr Kultus und die Kommunalen Spitzenverb\u00e4nde im Freistaat Sachsen im engen Austausch.<\/p>\n<h2>Zahlen<\/h2>\n<p>Im neuen Schuljahr 2022\/2023 besuchen mehr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Schulen als im vorangegangenen Schuljahr. Nach vorl\u00e4ufigen Zahlen steigt die Sch\u00fclerzahl von insgesamt 494.500 auf etwa 502.200 Sch\u00fcler. Den gr\u00f6\u00dften Zuwachs haben mit ca. 422.400 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern (Vorjahr 416.164) die \u00f6ffentlichen Schulen erfahren. Auch die Sch\u00fclerzahl an Schulen in freier Tr\u00e4gerschaft ist leicht gestiegen von 77.886 auf aktuell 79.800.<\/p>\n<p>Bei den Zahlen der \u00f6ffentlichen und freien Schulen gab es weniger Bewegung. W\u00e4hrend es im letzten Schuljahr insgesamt 1.377 Schulen in \u00f6ffentlicher Tr\u00e4gerschaft gab, sind es im Schuljahr 2022\/2023 1.381. Auch bei den freien Schulen bleiben die Zahlen mit 416 (Vorjahr 412) weitgehend stabil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr rund 502.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler beginnt am 29. August ein neues Schuljahr. \u00bbWir starten ganz normal in das neue Schuljahr. 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